Wache 101
From 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
101 – WACHE, dass du nicht danach strebst, die Macht des Demonstrierens in die Tat umzusetzen, ohne dein Motiv zu vergeistigen. Wenn du zum Beispiel die Macht Gottes suchst, um dadurch einen Rechtsstreit gewinnen zu helfen, gehört es zur Demonstration, dein Motiv zu läutern, damit du sagen kannst: „Nicht mein Wille, sondern Deiner geschehe“.
Du kannst dein Denken erst dann als wissenschaftlich bezeichnen, wenn es dir egal ist, wie das Urteil ausfällt, solange es vom Gemüt Gottes und nicht vom Willen des sterblichen Menschen bestimmt und gelenkt wird.
Die richtige Anwendung des göttlichen Gemüts ist ein Versuch, den Glauben an ein anderes Gemüt als das göttliche zu entlarven und zu zerstören. Die Harmonie, die sich aus diesem Bemühen ergibt, wird kein Hindernis für geistiges Wachstum sein, sondern eher ein Zeichen dafür, vorausgesetzt, dass das rechte Denken das Ziel des Menschen ist und ihm die Harmonie hinzugefügt wird, wie der Meister in Matthäus 6:33 sagte. Der Versuch, Gottes Kraft aus egoistischen oder menschlichen Motiven heraus anzuwenden, führt zu einem sich fortsetzenden Irrtum und ist unwissenschaftliche mentale Praxis.