Wache 244 |

Wache 244

Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.

 


244 – WACHE, dass du nicht versäumst, zwischen Aussagen zur Unterweisung, zum Wachstum und zur Demonstration zu unterscheiden. 

Wissenschaftliche Aussagen, die der Unterweisung dienen, beinhalten die Analyse der Wirkungsweise der Lüge, da diese behauptet, den Menschen in Ägypten in Knechtschaft zu halten. Aussagen zum Wachstum basieren darauf, dass der Mensch sich der Vollkommenheit nähert, zu sich selbst gefunden hat, sich an das Haus seines Vaters erinnert und somit bereit ist, zurückzukehren.

Aussagen zur Demonstration basieren auf absoluter gegenwärtiger Vollkommenheit und erklären, dass der Mensch jetzt im Haus seines Vaters ist, immer dort gewesen ist und niemals zu einem vermeintlichen Aufenthalt in Ägypten aufgebrochen ist, von dem er zurückkehren muss.

Unterweisung wird benötigt, um das Geheimnis der Ungerechtigkeit aufzudecken, um zu zeigen, wie die Lüge hypnotisch und aggressiv wirkt, um das Falsche entweder attraktiv oder furchterregend erscheinen zu lassen, so dass der sterbliche Mensch sich ihrer Knechtschaft unterwirft; dabei hat sie jedoch keine andere Macht, als ihre Suggestionen zu flüstern, und zwar so, dass diese Suggestionen entweder als Gedanken des sterblichen Menschen oder als Sprache der Materie erscheinen.

Aussagen über Wachstum stellen den Menschen als einen Pilger dar, der den Weg von der Sinneswahrnehmung zur Seele geht. Ein Schüler muss sich selbst als jemanden betrachten, der sich der Vollkommenheit nähert und „jeden Tag ein wenig in die richtige Richtung vorankommt“ (Wissenschaft und Gesundheit, Seite 21); sonst sieht er möglicherweise nicht die Notwendigkeit, sich anzustrengen.

Um die Lüge oder die Lügen der sterblichen Überzeugung zum Schweigen zu bringen, ist eine Demonstration erforderlich, die mit der Erkenntnis und Erklärung der ewigen gegenwärtigen Vollkommenheit beginnt und endet. Man kann die Heilkraft Gottes nicht nutzen, wenn man nicht davon ausgeht, dass alles geistig und vollkommen ist, dass der Mensch nie von der Vollkommenheit abgewichen ist, da Gott ihn vollkommen geschaffen hat; daher gibt es in Wirklichkeit nichts zu heilen.