Wache 408
Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
408 — WACHE, dass du eine korrekte Vorstellung von der Beziehung zwischen dem Objektiven und dem Subjektiven hast. Das Gemüt nimmt niemals eine unwissenschaftliche Haltung ein, indem es dem Objektiven eine eigenständige Existenz zuschreibt, genauso wenig wie eine Reihe von Suchscheinwerfern befürchten würden, dass die verschiedenen Lichtstrahlen zusammenstoßen und einen schweren Unfall verursachen könnten. Ein Filmprojektor würde niemals befürchten, dass sich auf der Leinwand ein unvorhergesehener Unfall ereignen könnte oder dass etwas auf der Leinwand verloren gehen könnte.
Wenn man sich die Manifestation als Materie wie Eis vorstellt, ist es logisch, dass sie erst dann gereinigt werden kann, wenn sie geschmolzen oder in Gedanken aufgelöst ist. Der Gedanke ist stets flexibel und flüchtig. Alles, was einen Krankheitsfall hartnäckig erscheinen lässt, ist der Grad, in dem die Manifestation objektiv zu sein scheint – das heißt, als eigenständiges Wesen an sich. Mrs. Eddy sagte einmal: „Was auch immer wir objektiv sehen, ist lediglich der subjektive Zustand unseres eigenen Glaubens an das Bewusstsein.“