Wache 32
Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
32 – WACHE, damit du in deiner Verneinung der Existenz von Materie nicht den Eindruck akzeptierst, dass du etwas verneinst, das außerhalb deiner selbst existiert. Der Begriff Materie umfasst nicht das, was du siehst, sondern die Art und Weise, wie du es siehst. Wenn du Materie verneinst, verneinst du tatsächlich die Art und Weise, wie das sterbliche Gemüt den wahren Himmel und die wahre Erde sieht, die bereits hier und jetzt in ihrer ganzen Vollkommenheit existieren. Du wirst diese Vollkommenheit sicherlich in dem Moment sehen, in dem deine stumpfen Augen geöffnet werden – in dem Moment, in dem du aus dem Mesmerismus des sterblichen Glaubens aufsteigst. Ein Bild von großer Schönheit kann einem unerleuchteten Neuling wie ein Schmierfleck erscheinen. Sobald jedoch der Schleier der Unwissenheit durch Studium und Praxis gelüftet ist, wird die Schönheit des Bildes erkannt.
Gott, als der große Meister der Malerei, schuf das Universum in seiner ganzen Vollkommenheit. Die Sterblichen sehen es nur wegen ihres Standpunktes der Unwissenheit und der Materialität nicht. Für denjenigen, der eine blaue Brille trägt, erscheinen alle Dinge blau.