Einssein |

Einssein

Aus „Collected Writings” von

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Auch wenn wir ein Verständnis von Gott gewonnen haben, so bleibt Gott trotzdem eine Theorie, solange wir uns nicht als das gleiche Gemüt verstehen, das das gleiche Verständnis vom individuellen Sein – unserem Sein – hat. Was ist der Unterschied zwischen Theorie und Realität? Eine Theorie ist etwas, das geglaubt wird, aber nicht notwendigerweise gebraucht oder gelebt wird. Realität ist das, was ist und was man versteht. Es ist realistisches Sein.

In der Christlichen Wissenschaft bedeutet Realität, Verständnis und damit die individuelle Demonstration des ICH BIN, anstatt nur an Gott zu glauben. Mrs. Eddy sagt: „Wenn man Gott verstehen würde, anstatt nur an Ihn zu glauben, so würde dieses Verständnis Gesundheit herbeiführen.” (S&H1 203:7)

Viel kann heute für die Bewegung der Christlichen Wissenschaft und für die Welt erreicht werden durch Menschen, die das eine Gemüt kennen und es sind. Diese Menschen arbeiten effektiv, mit Macht, weil sie ihr Sein als das individuelle Erscheinen oder Manifestieren von Gott verstehen. Sie verlieren das Gefühl, ein Gemüt zu haben, das von Gott getrennt ist. Sie fühlen sich sicher in ihrer Arbeit, und sie sprechen mit Autorität, ob es sich nun um eine Annahme von Sünde, Krankheit, Tod oder kriegführenden Nationen handelt, mit der sie sich befassen. Wenn die Suggestion aufkommt: „Was kann dein Denken unter so vielen bewirken?” glauben Sie nicht, dass Ihre Arbeit nutzlos ist, denn Sie wissen es besser, weil der Satz „Einer mit Gott ist immer die Mehrheit” eine neue Bedeutung bekommen hat. Sie wissen, dass Gott Ihr Bewußtsein ist.

Was kann denn Gott nicht tun? Mrs. Eddy sagt in “Vermischte Schriften” (S.189:17): „Die Voraussetzung, dass Seele oder Gemüt der Materie eingehaucht werde, ist eine pantheistische Lehre, die eine falsche Daseinsanschauung darstellt. ‚Der Geist, der da lebendig macht‘ nimmt sie hinweg; er offenbart statt dessen die Macht und Vollkommenheit eines befreiten Verständnisses vom Leben in Gott und vom Leben als Gott. Die Heilige Schrift erklärt das Leben als den unendlichen ICH BIN, der nicht der Materie innewohnt.” Sie fährt fort: „Dem Menschen, der das Leben erkennt als das was es ist, Gott, als das ewige Gute, ist nicht nur ein Daseinsgefühl gegeben, sondern ein ständiges Bewusstsein geistiger Kraft, die die Materie unterjocht und Sünde, Krankheit und Tod zerstört.” Und weiter: „Dies bewies Jesus so weitgehend, dass Matthäus schrieb: ‚Das Volk entsetze sich über seine Lehre; denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.‘ Diese geistige Kraft, die Sünde und Krankheit heilt, war nicht auf das erste Jahrhundert beschränkt; sie erstreckt sich über alle Zeiten, wohnt in der Ewigkeit und bekundet Leben ohne Anfang und ohne Ende.”

Wenn wir dies von uns wissen, dann wissen wir, dass wir gut sind, weil Gott das einzig Gute ist. Wir wissen, dass wir intelligent sind, weil Gott die einzige Intelligenz ist. Wir sind harmonisch, weil Gott alle Harmonie ist. Wir sind genau die Gegenwart dieser Eigenschaften. Wir meinen nicht länger, dass unsere Demonstration von einem Appell an eine Macht außerhalb unserer selbst abhängt, dieses oder jenes zu tun, sondern, dass wir die Abwesenheit dieser Dinge sind – sogar die Abwesenheit von etwas, das zu fehlen scheint.

Nebel kann nur durch klaren Sonnenschein vertrieben werden, das heißt, die Anwesenheit der Sonne wird benötigt, um das zu tun. Genauso können wir einen Irrtum nur auflösen, wenn wir die Gegenwart oder Macht darstellen, die Gott genannt wird.

Wir akzeptieren ohne weiteres die Tatsache, dass ein Fehler in der Mathematik oder Mißklang in der Musik nur durch die Anwesenheit der Wahrheit und der Harmonie aufgelöst werden kann. So müssen wir auch in der christlich-wissenschaftlichen Praxis klar und immer klarer sehen, dass wir die Anwesenheit Gottes sind, und in dieser Anwesenheit gibt es weder Sünde, Krankheit, Tod noch Disharmonie irgendwelcher Art. Was könnte sonst Mrs. Eddy mit diesen Worten gemeint haben: “Fühlt ihr die Kraft nah und fern?” (Verm. Schr. 398:23)

Jahrhunderte lang hat die Welt den Menschen zu dem Glauben erzogen, dass sein Leben aus Existenz, Versorgung und Gesundheit besteht, getrennt von Gott, und wenn ihm irgendeines dieser Dinge fehlte, wurde ihm gesagt, dass er aus sich herausgehen müsse, um es zu erhalten: und er „geht” zum Klima, zur Chirurgie, zum Geld und zur beruflichen Stellung, um es zu finden. Er lernt sogar Gott getrennt von sich zu finden – einen guten Gott, aber weit entfernt. Ein Christlicher Wissenschafter jedoch lernt, dass es nichts zu wünschen oder zu hoffen gibt – vom unendlich Kleinen bis zum unendlich Großen – das er nicht in sich selbst fände. Er lernt nicht nur dies, sondern auch, dass das der einzige Platz ist, wo er diese Dinge finden kann, weil Gott sein Gemüt ist, und Gemüt ist und beinhaltet alle diese Dinge.

All die wundervollen Feststellungen in Wissenschaft und Gesundheit und der Bibel von dem Einssein des Seins und diejenigen, die wir selbst entwickeln aus unserer tiefen Überzeugung, dass das Prinzip und seine Idee eins sind, und dass dieses eine Gott ist, sind erfolglos, wenn wir uns zur gleichen Zeit erlauben, ein Gefühl von Depression und Unsicherheit zuzulassen.. Das Einssein des Seins kann nur in einer Richtung erreicht werden, und die ist, es zu sein und zu tun. Seien Sie die Vollkommenheit von Gemüt und Körper! Das ist unser Einssein mit Gott.

Wir dürfen niemals von uns als menschliche Wesen denken. Wir sind dann menschliche Wesen, wenn wir von Gott und Seinen Ideen objektiv denken, das heißt als außerhalb unserer selbst bestehend. Wenn wir uns andererseits als göttlich erkennen und subjektiv sind und handeln, wird unsere Göttlichkeit erscheinen, einerlei, womit wir uns scheinbar gerade beschäftigen.

Wir sprechen vom göttlichen Bewusstsein. Was bedeutet das? Es kann nur das Bewusstsein des göttlichen Gemüts bedeuten. Wenn dieses Einssein mit Gott eine Realität ist, kann es also nur unser Sein und Handeln sein. Dies ist der lebendige Gott, allwissend, allmächtig und allgegenwärtig. Auf diese Weise erkennen wir, wie Jesus seine wundervollen Werke schuf. Sein Leben war eine ständige subjektive Erfahrung, das heißt, seine bewusste Kenntnis seines Einsseins mit Gott machte seine Erfahrungen abhängig von der Göttlichkeit seines Seins – ob es nun nötig war, Kranke zu heilen, Tote aufzuerwecken, die Fünftausend zu speisen oder Geld für die Steuern zu beschaffen. Alles war in ihm selbst – eine echte Subjektivität. Er dachte nicht an etwas Relatives, Objektives außerhalb seiner selbst, sondern er wußte, das sein wirkliches Sein Gott war, mit anderen Worten: Er war es, und Er tat es.

Wenn er sich scheinbar mit einem Irrtum konfrontiert sah, dachte er nicht, dass es etwas außerhalb von ihm sei, mit dem er sich auseinanderzusetzen habe oder das einer Änderung bedürfe. Er heilte die Situation subjektiv in sich selbst, indem er sie an der Tür seiner eigenen Gedanken zur Nichtsheit reduzierte. Wenn wir dies verstehen, gibt es uns Herrschaft, denn wir finden, dass wir lediglich für unser eigenes Weizenfeld in unserem Bewusstsein zu sorgen haben.

Eine Heilung in einer christlich-wissenschaftlichen Behandlung wird nicht bewirkt durch einen Zauberstab, mit dem Gott in unserem Auftrag magisch herumfuchtelt. Und eine verzögerte Heilung wird nicht durch einen Teufel hervorgerufen, der uns mit einem Stock droht. In der christlich-wissenschaftlichen Behandlung ist eine Heilung die Wirkung der Erkenntnis, dass das Einssein von Gott und Mensch eine gegenwärtige Tatsache ist – in bewusstem Erkennen oder Sein seitens jedes einzelnen von uns. Eine verzögerte Heilung ist nichts weiter als das Versäumnis, diese wissenschaftliche Erkenntnis zu sein oder danach zu handeln – Gott und Seine Idee subjektiv zu erkennen, nicht objektiv.

Die Individualität jedes einzelnen ist Gott. Wie Mrs. Eddy sagt: „Er erhält meine Individualität. Nein, mehr noch – Er ist meine Individualität und mein Leben.” (Einheit des Guten, S. 48:9) Gott ist alles, und es gibt sonst nichts; daher kann der Glaube an das Böse Gott nicht daran hindern individuell zu erscheinen. Gott ist Gemüt, und Mrs. Eddy sagt uns, daß Er individuelles Gemüt ist. (Verm. Schr. S. 101:31) Als Jesus sagte: „Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen” (Joh.12:32), bestätigte er praktisch den gleichen Gedanken, indem er sich selbst als das individuelle Verständnis von Gott verstand, und nicht als ein menschliches Wesen.

Wenn man sich selbst als die individuelle Erscheinung des Gemüts versteht, dann geht das Ich oder Ego zum Vater, befindet sich im Gemüt und wird so erhoben, und mit ihm wird jede Idee erhoben, deren es sich bewusst ist. Oder wie Jesus sagt: „…so will ich alle zu mir ziehen.”

Man kann sehen, warum das Heilen von Sünde, Krankheit und Tod in der Christlichen Wissenschaft eine Notwendigkeit ist: weil es ein Schritt in die Richtung der Demonstration des Gemüts ist, in welchem die Vollkommenheit, Allheit und Güte Gottes, individuell verstanden und gelebt, erscheint. Das beginnt hier und jetzt.

Das Verständnis, dass das Ich oder Ego oder Bewusstsein Gott ist, schafft die gleiche Göttlichkeit für alle Ideen, deren man sich bewusst ist. Offensichtlich sah Jesus sich niemals nur als Mensch an, denn er sagte: “Ich und der Vater sind eins.” (Joh.10:30) Er dachte wie der Vater; er dachte nicht wie ein Sohn über seinen Vater. Genauso wenig können wir als Mensch über Gott denken, denn dann wäre die Demonstration des unbegrenzten, guten Gottes ein objektives Erlebnis – etwas außerhalb unseres selbst.

Es gibt nichts Reales, Konkretes als Gott und des Menschen Existenz, seine wahre Existenz. Das Verständnis, dass Gott als Mensch spricht, sieht und weiß, zeigt die Wahrheit von Mrs. Eddys Feststellung: “In der Wissenschaft ist Gemüt eines und schließt Noumenon und Phänomene, Gott und Seine Gedanken in sich. (W+G S.114) Eine andere bekannte Feststellung aus unserem Lehrbuch, (S.210) unterstützt dies: “Da der Meister wusste, dass Seele und ihre Attribute sich immerdar durch den Menschen offenbaren, heilte er die Kranken, gab er den Blinden das Gesicht, den Tauben das Gehör und den Lahmen den Gebrauch ihrer Füße wieder;…” Haben Sie bemerkt: sie sagt: “dass Seele und ihre Attribute sich immerdar durch den Menschen offenbaren…” Sie spricht nicht nur von Attributen, sondern auch von Seele, Auf diese Weise erkennen wir, dass wir nicht Ursache von Wirkung, Ursache und Wirkung, Gott und Mensch voneinander trennen können. Wo Ursache ist, da ist auch Wirkung. Wo Wirkung ist, ist auch Ursache. Geben Sie allen Glauben an ein von Gott getrenntes Leben auf oder, dass wir lebende Menschen oder menschliche Wesen sind.

Mrs. Eddy sagt auch (W+G, S.561) : “Das Weib in der Apokalypse versinnbildlicht die Gattung Mensch, die geistige Idee Gottes; sie veranschaulicht die Übereinstimmung von Gott und Mensch als dem göttlichen Prinzip und der göttlichen Idee.” Ein Studium dieser Textstelle zeigt, dass das individuelle Sein beides ausdrückt, Prinzip und Idee, und da das Weib die Gattung Mensch versinnbildlicht, ist die Wahrheit die sie darstellt und veranschaulicht, die Wahrheit, die jeder Mann, jede Frau und jedes Kind verkörpert, weil der Gattungsbegriff die Einzahl zu erkennen gibt. Was stellt sie nun dar? Johannes sagt, dass sie mit der Sonne bekleidet war. Und Mrs. Eddy sagt, dass Johannes die Sonne als das Symbol für den Geist nimmt. Das bedeutet demnach, dass das Bewusstsein des Menschen Geist ist und das Mensch und Geist eins sind.

Wir sollten uns niemals für einen Menschen halten mit einem weit entfernten Gott, der uns in einer als selbstverständlich hingenommenen Art regiert. Jesus sprach von sich niemals als Mensch, sondern als “eins mit dem Vater”. Wir müssen lernen, es ebenso zu halten. Wir müssen aber wissen, warum wir das tun. Jesus zeigte der Welt durch sein Leben und seine Werke das Leben, das Gott ist. Aber gerade von diesem Leben sagte Jesus: “Ich bin das Licht der Welt.” (Joh.8:12) Wir müssen wissen, dass wir dieses Licht – die Intelligenz – der Welt sind.

Als Jesus sagte: “Ich und der Vater sind eins” (Joh.10:30) traf er eine Feststellung, die die Grundlage der Existenz ist und die Christliche Wissenschafter verstehen müssen. Hielt Jesus sich selbst für einen geistigen Menschen als er das sagte? Wenn dem so gewesen wäre, wo war der Vater, von dem er sagte, eins sei? Zu sagen: “Nun, ich kann diese Frage zwar nicht genau beantworten, aber ich glaube schon, dass er eins mit dem Vater war”, kann uns diese Frage nicht demonstrieren. Wir müssen wissen, was er meinte. Wir können nicht immer nur glauben.

Immerhin ist die “Christliche Wissenschaft” nicht nur eine Religion, obwohl sie gewöhnlich so angesehen wird. Sie ist auch eine Wissenschaft, wie ihr Titel aussagt, und daher kommt das Wissen. Eine Wissenschaft ist etwas, was wir wissen müssen. Daher müssen wir wissen, was Jesus tatsächlich meinte, als er sagte: “Ich und Vater sind eins.” Das ist uns möglich, weil Gott Gemüt ist, das einzige Gemüt; daher unser Gemüt. Aus diesem Grunde kann jedem von uns die Wissenschaft solcher Wahrheiten enthüllt werden. Die Frage ist: wo und wie war er eins mit dem Vater? Da Gott Gemüt ist – unser Gemüt – , lautet die Antwort: es ist das Gemüt in seiner Eigenschaft als Gemüt oder Bewusstsein, wo und wie dieses Einssein stattfindet.

Jesus sagte zu den Pharisäern: “Wer mich sieht, der sieht den Vater.” (Joh.14:9) Er sagte außerdem: “…der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke.” (Joh.14:10) An diesem Punkt müssen wir klar erkennen, dass es hier nicht der Mensch ist, der sich Gottes bewusst ist. Denn wenn der Mensch sich Gottes bewusst wäre, würde er Gott einschließen – eine undenkbare Logik. So fragen wir uns: wer oder was ist es dann? Es ist Gott – das eine Gemüt, das sich seiner eigenen Ideen bewusst ist. Dies ist der Grund, warum Jesus mit Autorität sprach. Es ist der gleiche Grund, warum wir mit Autorität sprechen.

Keine Macht, kein Gemüt anerkennen außer Gott – das, nur das ist Sanftmut, nur das ist Demut. Dann muss dieses Einssein des Seins, mein Sein sein und es muss die Natur Gottes wie auch die des Menschen in sich haben. So werden wir an die Feststellung erinnert (W+G S.333) :”Abraham, Jakob, Mose und die Propheten hatten herrliche Lichtblicke von dem

Messias oder Christus, was diese Seher in die göttliche Natur, in das Wesen der Liebe taufte.” Solche Feststellungen illustrieren das Einssein des Seins, das jedes individuelle Bewusstsein, das Bewusstsein von Gott und Mensch, Prinzip und Idee ist. Das ist wahre Widerspiegelung. Da ich Gott widerspiegele und dadurch weiß, dass Gott ist, was Seine Natur und Eigenschaften sind, was Sein Gesetz und Seine Ideen sind, erkennt das Bewusstsein sich als die Entfaltung des Prinzips und der Idee oder Gottes und des Menschen. Und es ist Gott, der dies entfaltet.

Wiederum finden wir in (W+G, S.485): “Erhebe dich allmählich aus der Materie in den Geist.” Beachten Sie, dass die Erhebung nicht in den geistigen Menschen erfolgt, sondern in dem Geist. Dieses Verständnis des Einsseins des Seins, das Mrs. Eddy in ihrem Lehrbuch enthüllte, zeigt warum und auf welche Art dieses Buch der Schlüssel zur Bibel ist. Diese Kenntnis der Wissenschaft des Einsseins ist ein Schlüssel, der die inspirierten Seiten der Bibel und des Lehrbuchs öffnet. Das Licht, das Mrs. Eddy auf die Bibel warf, weist uns darauf hin, warum sie es vorzog, als ersten Glaubenssatz folgendes niederzulegen: “Als Anhänger der Wahrheit haben wir das inspirierte Wort der Bibel zu unserem geeigneten Führer zum ewigen Leben erwählt.” (W+G. S.497) Diese Offenbarung von Gott und Mensch als eines ist in der Tat ausreichend für alle Dinge.

Im ersten Buch Mose heißt es: “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.” (1.Mose 1:1) Am Anfang schuf Gott das Verständnis und das Bewußtsein von Prinzip und Idee als einem. An anderer Stelle sagt Jesus: “Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids.” (Offb.22:16) Er sagte nicht: “Ich bin nur die Wurzel” oder “ich bin nur das Geschlecht”, sondern “Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids”, oder Prinzip und Idee, oder Gott und Idee, oder Gott und Mensch. Wie Johannes feststellt (Joh.1:1) : “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.” Und im ersten Buch Mose heißt es: “Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.” (1.Mose 1:3) Mit anderen Worten: dieses Verständnis des Einsseins mit Gott bringt Licht.

Von diesem Standpunkt des Einsseins von Gott und Mensch aus, beginnt die Offenbarung der göttlichen Schöpfung und des göttlichen Seins. Das folgende findet ganz natürlich im Bewusstsein des Einzelnen statt. Er beginnt, die Dinge göttlich anstatt menschlich zu sehen, und so erscheint eine Feste, denn Gott sagt: “Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern” (1.Mose 1:6), was Mrs. Eddy so interpretiert: “Das geistige Verständnis, durch das die menschliche Auffassung oder der materielle Sinn von der Wahrheit getrennt wird, ist die Feste. Das göttliche Gemüt, nicht die Materie, schafft alle Identitäten; sie sind Formen des Gemüts, die Ideen des Geistes, die nur als Gemüt, niemals als gemütlose Materie oder als die sogenannten materiellen Sinne sichtbar sind.” (W+G. S.505)

Diese Feste ist das Verständnis, dass es nur ein Gemüt gibt und dass es keine andere Intelligenz gibt; das alles Sein göttlich ist, was den Glauben vernichtet, dass wir menschliche Wesen sind. “Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,…” (2.Kor.6:3) um das eine und einzige Leben zu leben, das Gott ist.

Die christlich-wissenschaftliche Behandlung ist die bewusste Realisierung – Verwertung – von Gottes Macht durch das Individuum, das die Behandlung gibt, weil eine christlich-wissenschaftlich Behandlung der Einsatz des göttlichen Gemüts ist. Es ist daher für das Individuum absolut notwendig zu beachten, was das Göttliche ausmacht. Wir kennen das göttliche Gemüt, weil es göttlich ist – ganz und gar gut. Der erste Punkt ist also, dass eine Behandlung durch das göttliche Gemüt für alle Betroffenen gut sein muss. Stelle also als erstes außer Frage, dass das göttliche Gemüt die Behandlung gibt.

Das göttliche Gemüt hat keine persönliche Ausdehnung, kein Emporheben seiner selbst über irgend etwas oder über irgend jemanden, weil es sich selbst beinhaltet. Das Gemüt kennt die Vollkommenheit seiner eigenen Ideen, und für das Gemüt gibt es nichts außer Vollkommenheit. Das göttliche Gemüt hat keinen falschen Ehrgeiz, keine selbstsüchtigen Ziele, sondern es ist und bleibt die universale Harmonie für all seine Ideen. Das Göttliche kann kein Übel wahrnehmen, das bestraft oder zerstört werden müsste. Der Sonnenschein kennt keinen Nebel. Ebenso kennt Gott, das Gute, kein Übel. Das göttliche Gemüt zerstört den Glauben an das Böse dadurch, dass es sich dessen absolut nicht bewusst ist, nicht dadurch, dass es dies kennt und dadurch zur Realität macht. Da der Glaube an das Böse zerstört werden muss, zerstört das Gemüt, d.h. die Behandlung den Glauben dadurch, dass es den Menschen und das Universum im ewigen Gesetz der Harmonie erhält.

Wo ist dieses Gemüt? Sprechen wir über dieses Gemüt oder sind wir dieses Gemüt selbst? Sind wir das eine und einzige Gemüt? Mrs. Eddy ist dieser Meinung, denn sie sagt:

(W+G, S.216): “Gib deine materielle Annahme von Gemüt in Materie auf und habe nur ein Gemüt, ja Gott; denn dieses Gemüt bildet sein eigenes Gleichnis.” Dies ist unser Gemüt und unser Standpunkt. Ich erörtere diese Dinge mit Ihnen, weil mir manchmal die Frage gestellt wird, wann und wie ich wissen kann, dass dieses Gemüt die Behandlung gibt.

Nun, wir sagen: “Gibt es Gut und Böse?” Das Gute, damit man es segne und das Böse , damit man es bestrafe? Gibt es Materie und Geist? Gibt es Personen, Orte und Dinge? Alles ist Gemüt, das seine eigenen Ideen kennt. Mrs. Eddy gebraucht zwei Ausdrücke, die uns helfen, klarer zu sehen, was eine echte christlich-wissenschaftliche Behandlung ist. Es sind die Ausdrücke “Göttliche Wissenschaft” und “Christliche Wissenschaft.” Natürlich bedeuten sie im wesentlichen dasselbe. “Göttliche Wissenschaft” bedeutet das Verstehen der Göttlichkeit Gottes, des Menschen und des Universums, vollständig gut, geistig, seelisch, vollkommen, ewig, unendlich, ohne jeden Makel – das bewusste individuelle Sein dieses Stadiums der Vollkommenheit.

Die “Christliche Wissenschaft” bedeutet das Anwenden dieses Verständnisses vom Sein. Sie heilt, was ein von Gott, Gemüt, getrenntes Leben zu sein scheint, das den Glauben an das Böse zur Folge hat.

Fragen wir uns doch einmal, was eine christlich-wissenschaftliche Behandlung ist. Mrs. Eddy war gebeten worden dieses zu erklären. “Die Anerkennung der gegenwärtigen Vollkommenheit” war ihre Antwort. Das, was die Vollkommenheit anerkennt, kann nur im Gemüt sein, da das Gemüt die Vollkommenheit seines eigenen Seins kennt. Die christlich – wissenschaftliche Behandlung ist das Gemüt in voller Wirkungsweise und Macht. Alles was geringer ist als das, spricht nur von Gott und Seiner Schöpfung. Die christlich – wissenschaftliche Behandlung ist die bewusste Anwendung des Gemüts – die Anwendung von Gemüt und Kraft die Gottes sind – von seiten des Ausübers, denn woher hat man sonst die Autorität, zu der stolzen Woge zu sagen: “Bis hier her und nicht weiter”? Sicherlich nicht vom Menschen, denn es gibt keine Menschen-Intelligenz. Intelligenz ist eine Eigenschaft des göttlichen Gemüts. “Sie ist die uranfängliche und ewige Eigenschaft des unendlichen Gemüts des dreieinigen Prinzips – Leben, Wahrheit und Liebe – Gott genannt.” (W+G, S.469)

Jesus dachte nie, dass er als ein Mensch spreche, auch nicht als geistiger Mensch. Er sprach und dachte als der Vater, denn er verstand das Einssein des Seins. Er sagte : “Ich und der Vater sind eins.” (Joh.10:30) Etwas von der Vollkommenheit Gottes oder des Prinzips und der Idee aus betrachten, das ist christlich-wissenschaftliche Behandlung. Zu versuchen, etwas vom Standpunkt des Menschen gegenüber Gott aus zu demonstrieren, das ist nicht Teil einer konkreten christlich-wissenschaftlichen Behandlung.

Als Jesus sagte: “Das Reich Gottes ist in euch” (Luk.17:21 engl. Bibel) , gab er damit die Grundlage einer christlich wissenschaftlichen Behandlung. Ebenso tat es Paulus, als er sagte: “Denn Gott ist’s der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach Seinem Wohlgefallen.” (Phil.2:13) Und Mrs.Eddy sagte (W+G,S.465) : :”Prinzip und seine Idee ist eins, und dieses eine ist Gott, allmächtiges, allwissendes und allgegenwärtiges Wesen, und Seine Widerspiegelung ist der Mensch und das Universum.

Wenn wir erst einmal beginnen, dieses Einssein des Seins zu entfalten, sehen wir es überall in unseren Büchern. “Das christusgleiche Verständnis vom wissenschaftlichen Sein und vom göttlichen Heilen umfasst als Grundlage des Gedankens und der Demonstration ein vollkommenes Prinzip und eine vollkommene Idee, einen vollkommenen Gott und einen vollkommenen Menschen.” (W+G, S.259) Bitte merken Sie sich, dass Mrs. Eddy sagt:…als Grundlage des Gedankens und der Demonstration…” Dann muss die Grundlage der Arbeit, die Sie tun, das Verständnis sein, das Sie von Ihrem Einssein mit dem Prinzip, Ihrem Einssein mit Gott, dieses einen göttlichen Seins, haben. Eine gute Arbeit, Ihr Einssein mit Gott, Ihr Einssein mit dem Sein, im täglichen Leben aufzurichten, ist, sich öfter zu fragen: “Was würde Gott da tun?”

Mrs. Eddy sagt (W+G, S370) : “Um unsterblich sein zu können, müssen wir den sterblichen Sinn der Dinge aufgeben, uns von der falschen Annahme zur Wahrheit wenden und die Tatsachen des Seins dem göttlichen Gemüt entnehmen”. Wir müssen stets daran denken, dass wir keine menschlichen Wesen sind. Die individuelle Mentalität ist nicht Mensch, sondern Gott, weil Gott das Gemüt des Menschen ist.

Der Glaube, dass wir Sterbliche seien oder menschliche Wesen, ist nicht christlich-wissenschaftliche Behandlung, Welche Autorität würde ein menschliches Wesen über Sünde, Traurigkeit, Krankheit und Tod haben? Keine. Und welche Autorität würde jemand haben, den wir einen geistigen Menschen nennen, wenn er glaubt, dass sein Denken von Gott getrennt sei? Keine.

Was findet statt, wenn wir wissen, was dieses Gemüt weiß? Wir sehen, dass das Gemüt stattfindet; wir finden das Gemüt in voller Tätigkeit. Wir entdecken, das wir selbst das Gemüt sind. Wir sehen, dass das Einssein des Seins stattfindet, dass das Prinzip und Seine Idee tätig ist als eins, nicht als zwei. Und hier ist der wichtige Ausgangspunkt: ob wir nämlich eine christlich wissenschaftliche Behandlung geben, die das Gemüt in voller Tätigkeit und in vollem Ausdruck – bewusst verstanden – darstellt, oder ob die Behandlung die eines Menschen ist, sogar eines geistigen Menschen, der an Gott und das Universum denkt. Letzteres stellt keine christlich-wissenschaftliche Behandlung dar. Der Mensch kann keine Behandlung geben, zumindest keine christlich-wissenschaftliche. Wenn wir Gott nicht als unser Gemüt sehen, dann findet unser Denken notwendigerweise über dieses Gemüt oder Gott als etwas statt, das außerhalb unsere selbst ist. Dem liegen noch alte theologische Ansichten zugrunde. Die einzige Behandlung, die es gibt, ist das Gemüt in voller Tätigkeit und Macht. Das ist der große Ausgangspunkt: ob wir Herrschaft haben mit dem Mond unter unseren Füßen, wie er sich unter den Füßen des Weibes, bekleidet mit der Sonne – mit dem Geist befindet, wie Johannes sagt, oder nicht.

Eine christlich-wissenschaftliche Behandlung bemüht sich niemals, etwas zu korrigieren, was falsch ist. Das ist keine christlich wissenschaftliche Behandlung. Das Bewusstsein von des Menschen göttlichen Körper, basierend auf der Tatsache, dass Gott das Gemüt des Menschen ist, beginnt zu offenbaren, was das Universum und der Mensch sind, und dies ist eine christlich-wissenschaftliche Behandlung. Jesus heilte Lazarus, weil er wusste, dass er, weil er eins mit Gott war, das Einssein widerspiegelte, das Lazarus eins mit ihm in Gott machte. “Wie du Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein…” (Joh.17:21) Da er die Sache vom Gemüt aus sah, konnte er wissen, dass es nichts, wie einen toten Menschen gibt. Ein toter Mensch war nicht eins mit seinem Gemüt, das Gott ist. Von seinem göttlichen Horizont aus wies Jesus diese Endlichkeit zurück und sagte zu Lazarus: “Komm heraus!”

Mrs. Eddy sagt uns in (W+G, S.405) “Der grundlegende Irrtum ist das sterbliche Gemüt.” Und hieraus können wir nachweisen, dass wir es niemals mit Personen, Orten oder Dingen zu tun haben. Wir haben es mit einem erdichteten sterblichen Gemüt zu tun und mit dem irrigen Zustand, dem wir scheinbar gegenüberstehen in der Form, die sich dieses Gemüt angemaßt hat, um uns von dessen Realität zu überzeugen. Was behandelt werden muss, ist das Gemüt, das sich im Irrtum zu befinden scheint. Der Ausüber muss emporgehoben werden, wie Jesus von sich selbst sagt: “Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.” (Joh.12:32) Dieser und andere Aussprüche Jesu wie: “das Reich Gottes ist in euch” veranschaulichen, wie notwendig es ist, dass der Ausüber den Glauben des Patienten, dass er ein sterbliches Gemüt habe, um das Universum materiell zu sehen, ausmerzen muss. Die Demonstration findet im Bewusstsein desjenigen statt, der die Arbeit tut. Wie sonst könnte er Herrschaft über das eigene Denken haben – Herrschaft über den Glauben, dass wir menschliche Wesen sind, eines von vielen auf der Erde.

Wir haben es nicht mit Personen, Orten und Dingen zu tun, wir haben es mit dem Bewusstsein zu tun, und weil wir es mit dem Bewusstsein zu tun haben, müssen wir bei uns selbst beginnen. Weil das sterbliche Gemüt der grundlegende Irrtum ist, sehen wir klar, dass das göttliche Gemüt, die grundlegende Wahrheit ist. Und weil es grundlegend ist, müssen wir auch dort beginnen. Die christlich-wissenschaftliche Behandlung muss immer die bewusste Tätigkeit des göttlichen Gemüts auf Seiten des Ausübers sein. Er muss von sich selbst wissen, dass er dasjenige Gemüt in Funktion darstellt, das auch in Christus Jesus war.

Weil das Gemüt seine eigenen Ideen kennt, sind wir uns unserer eigenen Existenz bewusst. Ein Gemüt, das die Vollkommenheit seiner eigenen Idee kennt, ist eine christlich-wissenschaftliche Behandlung, und ist auch der Grund warum diese heilt. Mit anderen Worten: eine christlich-wissenschaftliche Behandlung ist, wenn das Gemüt sich seines eigenen vollkommenen Selbst bewusst ist. Die Behandlung oder Demonstration findet im Bewusstsein des Ausübers statt. Und so soll es auch sein. Denken Sie an das alte Sprichwort. “Man muss zuerst an seine eigene Familie denken.” Wenn wir gebeten werden, für andere zu arbeiten, ist es wichtig, dies zu verstehen. Jetzt werden wir an eine Äusserung in unserem Lehrbuch erinnert (S.29) : “Daheim und draußen müssen die Christen die Waffen gegen den Irrtum erheben. Sie müssen mit der Sünde in sich und anderen ringen und diesen Kampf fortsetzen, bis sie ihren Lauf vollendet haben.” Wir müssen eine eindeutige wissenschaftliche Kenntnis davon haben, wenn dies erreicht werden soll. Wie kann ich mit Sünde und Krankheit in anderen ringen? Was ist meine Autorität, und wie wird es getan? Habe ich Herrschaft über Unlauterkeit, die sich bei jemand zeigt? Kann ich Herrschaft über etwas “außerhalb” haben? Sie können es nicht!

Solange es “außerhalb” bleibt – getrennt von dort, wo ich bin, kann es keine Herrschaft geben. Wie kann man von hier nach dort gehen? Wie kann man von hier über dort denken? Sie können es nicht. Heilung ist eine subjektive Erfahrung – Heilung ist, was wir innerhalb des göttlichen Gemüts erfahren. Es gibt keine objektive Erfahrung. “Dort” beginnen ist der ganze Anspruch oder Zweck. Folglich erkennen wir, dass wir den Anspruch der Lauterkeit, der dort in den Gedanken eines anderen zu sein scheint, auf einen falschen Glauben einschränken müssen, der an der Tür unserer eigenen Gedanken erscheint – das wir denken, dass es jemanden gibt, der unlauter ist. Dadurch haben wir absolute Autorität. Wir können es ablehnen, diesem Anspruch in unserem eigenen Bewusstsein Realität zu geben. Man kann das wissen, weil Wissen eine Eigenschaft Gottes ist. Es gibt nichts Böses, dessen Gott sich bewusst ist. Wenn man von sich selbst weiß, dass man das göttliche Bewusstsein ist, weiß man auch, dass man sich einer Unlauterkeit nicht bewusst sein kann.

Mrs. Eddy sagt (W+G, S20): “Jesus trug unsere Schwachheit; er kannte den Irrtum der sterblichen Annahme, und ‘durch seine Wunden (die Abweisung des Irrtums) sind wir geheilt’.” Das trifft auch auf uns zu; durch unsere Wunden sind wir geheilt; durch unser Zurückweisen des Irrtums, der beansprucht, dort zu sein; dadurch dass wir sie nicht ihrer Irrtümer bezichtigen, sondern dadurch, dass wir den Irrtum wie unsere eigene Annahme behandeln. Wenn wir ihn an der Tür unserer eigenen Gedanken zerstören, sind wir in der Lage, Herrschaft zu haben. Wir behandeln nicht des Patienten Gedanken, wir behandeln das sterbliche Gemüt. Alles Böse ist eine suggestive Annahme.

Die Menschen leiden nicht unter einer konkreten Annahme. Das Ganze ist ein Fall von Glauben an das Böse, von dort zu der Annahme, dass der Mensch krank, sündig oder tot sei. In (“Verm. Schriften”,S.332,) unter der Überschrift: “Wo bist du?” sagt Mrs. Eddy: “Es wird vermutet, ein Sinn von Bösem habe gesprochen, man habe ihn angehört, und danach habe er böse Sinne gebildet, die die Augen der Vernunft blendeten, die Herrlichkeiten der Offenbarung mit Ungestalt verdeckten und das Antlitz der Sterblichen mit Scham erfüllten. Was war dieser Sinn? Irrtum, der sich der Wahrheit entgegenstellt: Erstens eine Vermutung, zweitens ein falscher Glaube, drittens Leiden, viertens der Tod”. Nehmen wir folgendes Bild: Eines Tages erscheint eine Unterstellung vor der Tür des Gedankens und sagt: “Sie haben Kopfschmerzen.” Das ist eine Suggestion. Wenn Sie sie dort nicht aufdecken, werden Sie sagen “Ich habe Kopfschmerzen.” Und dann wird es eine Annahme. Und wenn Sie sie dort nicht aufdecken, leiden Sie darunter. Wenn Sie sie am Anfang aufdecken und sagen: “Ich habe keine Kopfschmerzen”, so hört es bei der Vermutung auf und durchläuft niemals die weiteren Stadien der Annahme.

Hier ist die berichtigte Annahme und die wissenschaftliche Erkenntnis, die von dem Verständnis kommt, dass es nur ein Gemüt gibt, nicht viele Gemüter, nicht mein Gemüt und Ihr Gemüt, sondern ein Gemüt. Auf diese Weise hat der Mensch die Autorität und die Macht, die Annahmen von Bösem in sich selbst und anderen zu zerstören, weil er weiß, dass Gott sein Gemüt ist, und weil er erkennt, dass es nichts gibt, was geheilt werden muss. Das Gemüt ist sich keines Übels bewusst und kann daher kein Übel verursachen.

Eine Dame, die Mrs. Eddy besuchte, beklagte sich, weil ihr Ehemann, der eine wundervolle Heilung erlebt hatte, noch rauchte. Mrs. Eddy sagte: “Meine Liebe, sind Sie noch immer nicht vom Rauchen geheilt?” Wenn, wie Mrs. Eddy in “Kanzel und Presse” S.4 sagt, ein individuelles Königreich” unser ist, sehen wir es aus göttlicher Sicht, und ein Königreich beginnt gerade da ein Königreich Gottes zu sein, wo das Königreich Gottes nicht zu sein scheint.

Mrs. Eddy errichtete die christlich-wissenschaftliche Bewegung. Zu der Zeit gab es nur eine Christliche Wissenschafterin in der Welt. Da sie aus göttlicher Sicht sah, war sie in der Lage zu bemerken, dass Gott sein eigenes Königreich sah. Sie können es tun und ich kann das tun, weil das wirklich die Vollkommenheit des Individuums ist, die erscheint.

Und was ist nun mit demjenigen, der zu einer Behandlung in der “Christlichen Wissenschaft” .geht. Wie sollte seine Einstellung sein? Wir Schüler, die wir zum ersten Mal kommen, kommen aufgrund unseres Glaubens. Aber lassen Sie den Schüler, der ein Heilverfahren sucht, dieses wissenschaftlich tun, d.h. dass er weiß, wenn er zu einem Ausüber geht, dass Gott das Gemüt des Menschen ist. Lassen Sie ihn erwarten, dass die Wissenschaft dieses Gemüts zu seinem Gunsten arbeitet. Lassen Sie ihn nicht den Ausüber für ein gutes menschliches Wesen halten, das etwas über Gott und den Menschen weiß, sondern lassen Sie ihn die Erfahrung für ein göttliches Ereignis halten, was es ja auch tatsächlich ist, weil Gott das Gesetz ist.

Lassen Sie uns in allem, was wir tun, wissenschaftlich sein. Das ist viel einfacher, und die Resultate sind befriedigend und andauernd. Die wirkliche und einzige Verfahrensweise ist die Verfahrensweise des göttlichen Gemüts, das die Vollkommenheit seiner eigenen Idee, des Menschen und des Universums, erkennt. Dies versetzt uns in die Lage zu erkennen, was Jesus meinte, als er seine Jünger fragte: “Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?” (Matth.16:13) Er wollte verstanden sein – nicht seinetwegen, sondern um der anderen willen. Die Antwort des Petrus auf diese Frage brachte zutage, was er wissen wollte: “Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.” (Matth.16:16) Jesus sagte zu Petrus, dass es der Vater gewesen sei, der ihm das offenbart habe., nicht Fleisch und Blut. In diesem Verständnis wurde die bewusste Erkenntnis von Prinzip und Idee – oder Gott und Mensch – demonstriert. Jesus fuhr fort, Petrus zu sagen: “auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen,…” (Matth.16:18) Auf dieses Verständnis von Prinzip und Idee, oder Gott und Mensch, auf diese Einheit des Seins – nicht Zweiheit, – ist die Wissenschaft des Seins gebaut, und die allerschlimmsten Annahmen im Volk können sie nicht überwinden. Wenn Sie die Werke Mrs. Eddys lesen, achten Sie auf Feststellungen bezüglich: Einheit des Seins.

“Als ein göttlicher Schüler entfaltete er Gott vor dem Menschen, indem er Leben und Wahrheit an sich selbst sowie durch seine Macht über die Kranken und Sündigen veranschaulichte und bewies.” (W+G, S.117) Dadurch, dass Jesus Gott dem Menschen entfaltete, veranschaulichte er Leben und Wahrheit an sich selbst, und er demonstrierte damit Gott an sich selbst. Man braucht Gott, um Gott dem Menschen zu offenbaren. Jeder Versuch, es anders zu machen, würde bedeuten, die Wissenschaft falsch zu verstehen. Bei allen Dingen müssen wir mit Gott beginnen, um die korrekte Lösung zu finden. Beachten Sie die beiden Tätigkeiten: veranschaulichen und demonstrieren. Weil Jesus Leben und Wahrheit an sich selbst veranschaulichte, war er die Form, durch welche wir sie sehen können; und weil er Leben und Wahrheit an sich selbst demonstrierte, konnte er sie uns durch seine Werke zeigen, und so seine Macht über die Kranken und Sündigen beweisen. Dass Jesus der “Wegweiser” war, deutet darauf hin, dass sein Weg unser Weg sein muss. Also ist es nötig, dass wir das wissenschaftliche Sein verstehen, denn wir alle müssen eines Tage fähig sein, die Werke unseres Meisters und Mrs. Eddy’s zu tun.

Wir müssen “Seiende” und “Tuende” sein. Was müssen wir heute bezüglich der Überlieferungen und der Schwierigkeiten der Welt tun? Warten wir, wie so viele andere darauf, dass etwas geschieht? Oder fühlen und sind wir die Macht des einen Gemüts, das seine Gegenwart – unsere Gegenwart – kennt, das die irrigen Annahmen auflöst und nicht darauf wartet, sondern selbst das ist, was zum Heilen gebraucht wird? Mrs. Eddy sagt in “Rückblick und Einblick” (S.86): “Es gibt nur einen Weg, Gutes zu tun, nämlich den, es zu tun!” Solange der einzelne nicht der Seiende und Tuende der Wissenschaft ist, die er kennt, ist sie wenig erfolgreich. Es ist notwendig, dass wir uns selbst als göttlich erkennen. Wir sind überhaupt keine menschlichen Wesen und sind es nie gewesen.

Wenn wir jetzt die Tatsache akzeptieren, dass es nichts “da draußen” gibt, mit dem wir fertig werden müssen, dass wir es nur mit dem Glauben an ein erdichtetes Gemüt zu tun haben, wären wir dann nicht überglücklich und erleichtert zu wissen, dass kein kranker Mensch gesund gemacht werden muss, kein Sünder sündlos, dass nichts verkleinert oder ausgelöscht werden muss, dass nur das sterbliche Gemüt ausgeschaltet werden muss – und das an der Tür unserer Gedanken? Nun, das ist wahr, und es wird mit der Zeit nicht wahrer als es heute ist. Wir müssen von dem Glauben erwachen, dass wir es mit Personen, Orten oder Dingen zu tun haben, und dass es einen Anspruch des sterblichen Denkens gibt. Und wir haben das zu demonstrieren, weil Gott unser Gemüt ist.

Diese Art des Arbeitens zu verstehen, zu wissen, das es keine Person, keinen Ort und kein Ding gibt, das ist wichtig bei der Demonstration, die jeder einzelne in bezug auf Die Mutterkirche und ihre Zweige zu machen hat. Was ist Kirche? Und was sind wir und tun wir in bezug auf Die Mutterkirche und ihre Zweige? Wie arbeiten wir für die Bewegung inmitten dieser scheinbaren Bedingungen? Sind wir nur Mitläufer, wie man sagt, oder sind wir wissenschaftlich Seiende und Tuende? Niemand soll glauben, dass Kriege und Depressionen und solche Dinge mehr in deren Kielwasser nicht ihren Tribut innerhalb unserer Bewegung beanspruchen. Sie werden es mit Sicherheit. Die Kirche menschlich gesehen wird leiden. Die Kirche göttlich gesehen schützt sie. “Auf diesen Felsen…” Wir müssen zurückkommen auf den Bericht in der Bibel über die Kreuzigung, um zu sehen, wie die Jünger diesen Irrtum behandelten. Sie schliefen. Hätten sie nicht geschlafen, sondern dauernd gewusst, dass Christus, Wahrheit, Gott, nicht gekreuzigt würde, und auf diese Weise gearbeitet bis sie die Unwirklichkeit der Kreuzigung gesehen hätten, ob die Geschichte dann nicht anders verlaufen wäre?

Wir haben schon Beweise, dass in denjenigen Ländern, in denen Faschismus, Kommunismus oder Sozialismus tätig sind, die Aktivitäten unserer Bewegung den Angriff auf die individuelle Freiheit fühlen, der in Europa vor sich geht. Wenn Sie Ihre Kirche kritisieren, wenn Sie keine Lust mehr haben, an ihrem Unterhalt mitzuwirken, an den Gottesdiensten teilzunehmen und ihre Schriften zu abonnieren, was findet dann statt? Ist das Ihr Begriff von Kirche? Denken Sie wirklich an Mrs. Eddy’s Hinweis auf die Bekehrung der Welt? Geraten Sie unter den Glauben an eine unruhige Welt? Sollen wir schlafen, wie die Jünger oder sollen wir wachbleiben und die Nichtsheit des Bösen und die Allheit Gottes sehen? Alle Bemühungen müssen darauf hinauslaufen, dass jeder einzelne etwas dazu beiträgt. Dann wird Die Mutterkirche nicht nur in Boston geschützt, sondern in der ganzen Welt, und die zweite Hälfte der Definition wird herrlich bewiesen: “…diejenige Einrichtung, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt…” (W+G,S.583)

Kriege zwischen Gut und Böse, d.h. zwischen angenommenen Kräften des Bösen und den Kräften des Guten, müssen richtig verstanden werden. Jahrhunderte lang hat uns die Welt das Ergebnis von Kriegen zwischen Gut und Böse gezeigt – als ob das Böse wirklich wäre. Als Ergebnis beansprucht schliesslich eine Seite den Sieg, und die andere bekennt sich geschlagen mit all dem Groll und den Ungerechtigkeiten, die damit einhergehen, bis der Zwist schließlich wieder auflebt. Es ist unmöglich Aggressivität, Habgier, Verlogenheit und menschlichen Willen zu erschießen, zu töten oder in die Luft zu jagen. Diese und andere Dinge, die die Ursache des Krieges sind, können nicht auf diese Art ausgerottet werden. Keiner glaubt noch daran. Diese Annahmen können nur durch das wissenschaftliche Bewusstsein vernichtet werden: “Prinzip und seine Idee ist eins und dieses eine ist Gott,…” (W+G,S.465)

Das allmächtige, allwissende und allgegenwärtige Sein lässt keine Macht, keine Wissenschaft und keine Gegenwart zu außer der Gottes. Das Gebet für England muss ein Gebet für Deutschland sein. Aber wenn wir wollen, dass diese Dinge aufhören, können wir sie nur ausrotten durch das beharrliche und ständige Wissen, dass es kein Übel in Gott gibt und daher auch kein Übel in Seiner Idee, dem Menschen. Der einzige Weg, die Kriege zwischen den Nationen zu beenden, ist, die Wünsche des Angreifers als unwirklich zu erkennen und diejenigen Eigenschaften zu zerstören, die den Krieg schaffen, wie Egoismus, Habgier, Unehrlichkeit, Aggressivität und Hass. Ob sie nun durch Deutsche, Engländer, Italiener, Amerikaner oder andere Nationalitäten zum Ausdruck kommen. Gott gab Seiner Idee niemals solche geistigen Eigenschaften.

Wenn wir erkennen, dass der Mensch kein anderes Gemüt als Gott hat, sehen wir, dass die individuelle Mentalität Gott ist. Das beweist, dass die Irrtümer der Angreifer unwirklich sind. Es ist unmöglich, aus dem individuellen Sein Nationalismus, Kommunismus oder Sozialismus zu machen, denn das individuelle Sein ist Gott. Mit anderen Worten: diese Ismen und Ologien kann es nicht geben. Es gibt niemanden, der da ist und sie zum Einsatz bringt.

Die Weisheit Mrs. Eddy’s, darauf zu bestehen, dass das physische Heilen der Beweis für Gott und Mensch ist, geht dem Verständnis der Christlichen Wissenschafter mehr und mehr auf. Sie erkennen, dass sie die gleiche Argumentation auf die Angelegenheiten der Welt anwenden müssen, um zu lernen und zu verstehen, wie man physisch heilt. Hier ein Beispiel: Nehmen wir an ein Ausüber wird gebeten jemanden zu heilen. Er beginnt mit der grundlegenden Wahrheit, dass die Krankheit wegen seines Einsseins mit Gott nicht wahr ist und er sie nicht bekommen hat. Die heutige Welt zeigt uns ein Bild, nach dem sie unter totalitärem Glauben sehr leidet. Die gleiche Annahme, die auf physische Krankheit zutrifft, trifft auch auf die Bedingungen der Welt zu.

Man kann genausowenig der deutschen, oder irgendeiner anderen Nation, Aggressivität, Grausamkeit und Habgier zuschreiben, wie man einem Individuum Krankheit und schlechte Eigenschaften zuschreiben kann, und dann erwarten kann, diese zu heilen. Egal welche menschlichen Schritte wir anscheinend zu unternehmen haben, unser geistiger Stand muss immer der gleiche sein. Der Irrtum ist nicht wahr, weil Gott ihn nicht gemacht hat, und Gott hat alles gemacht.

Mr. Kimball sagte, diejenige Behandlung, die der Irrtum fürchte, sei nicht mühevoll zu arbeiten, sondern diejenige, die nichts daraus macht. (Ich fürchte mich vor der Zerstörung meiner selbst durch denjenigen, der weiß, das ich nichts bin.) Es gibt die Geschichte von Mr. Kimballs Fahrt zu einem Vortrag. Die Pferde scheuten und gingen durch. Sobald er sah, was geschah, sagte er: “Sie können das nicht tun”, und die Pferde standen. Natürlich basierte das leugnen “sie können das nicht tun” auf dem Verständnis der Güte und des Einsseins von Gott und Seiner Idee. Er schrieb den Pferden nicht Eigensinn und Furcht zu. In der gleichen Art sollten wir dem Menschen nicht Ungerechtigkeit, Habgier, Aggressivität, Grausamkeit, Doppelzüngigkeit und dergleichen zuschreiben. Beharrlichkeit und folgerichtiges Arbeiten dieser Art wird etwas erreichen. Lassen Sie niemanden denken, dass dies bedeutet, den Irrtum stillschweigend zu dulden. Es bedeutet vielmehr den wissenschaftlichen Weg, der die Nichtsheit des Bösen sieht, einerlei, was wir tun müssen, weil wir die Allheit Gottes und Seiner Idee kennen.

In der Offenbarung, wo Johannes die Stadt viereckig beschreibt, sagt er: “…dort wird keine Nacht sein” (Offb.22:5) und “…noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein” (Offb.21:4) Was ist dieses “dort?”, wo keine Nacht sein soll? Ist es ein Ort, hier oder weiter weg? Uns ist in der “Christlichen Wissenschaft” gesagt worden, dass der Ort, wo keine Nacht sein wird, im individuellen Bewusstsein ist – durch das Verständnis des Einsseins von Gott und Mensch. Hier in diesem individuellen Bewusstsein, wo es kein Übel, keinen Krieg und keine Dunkelheit gibt, – ist keins davon in Gott und Seiner Idee, die Ihn ausdrückt. Wir können nicht erwarten, hoffen und beten, dass es sonst irgendwo stattfindet. Gerade hier, wo unser Denken ist, geschieht es. Bei jeder Handlung sind wir der Tempel des lebendigen Gottes, denn Tempel ist wo wir leben, und wir wissen, dass das Bewusstsein unser Lebensraum ist. Das entspricht dem Satz, dass das Bewusstsein der lebendige Gott ist. Dann ist dies der Weg, der Ort, wo es geschieht, damit Gott sich manifestiere. Hier in diesem Gottesbewusstsein wird keine Nacht sein, kein Glaube an Böses, Sünde, Krankheit, Tod, Kummer, Armut, Meinungsverschiedenheiten, Haß, Eifersucht, Krieg oder all die Etceteras der sterblichen Annahme. Die Pforten dieser Stadt – des göttlichen Bewusstseins – sind niemals verschlossen, und nichts wird sie betreten, das “da Greuel tut und Lüge”, und Legionen derer, die gerettet sind, werden in Seinem Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit und ihre Ehre einbringen.

Sie, jeder von uns ist diese Stadt, und das ist unsere Welt. Dann wird das Ende allen Irrtums erscheinen, wie es in der Offenbarung niedergelegt ist. Auf der Rückseite eines alten Messinstruments fand man diese Inschrift: “Jesus sagt: ‘Lasst den, der sucht, nicht nachlassen, bis er findet. Und wenn er’s findet, wird er überrascht sein, denn er wird das Königreich finden. Er wird Ruhe finden.” (Logio von Osyrincus) “Das Himmelreich ist in euch, und wer auch immer sich selbst erkennen wird, wird es finden. Strebt daher danach, euch selbst zu erkennen, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des Vaters seid, und das ihr in Gottes Stadt seid und dass ihr diese Stadt seid.

Körper. Die Behandlung, wie wir sie dargelegt haben, hat gezeigt, dass die Tätigkeit des göttlichen Gemüts die christlich-wissenschaftliche Behandlung darstellt. Das, was vom göttlichen Gemüt offenbart wird, stellt den göttlichen Menschen dar.

Prinzip. “Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Offenbarwerdung,” (W+G,S.468) ist eine Darstellung des göttlichen Gemüts und Körpers. Das was durch das göttliche Gemüt offenbart wird, stellt den göttlichen Körper dar.

Das erste Kapitel der Genesis ist die Darlegung des göttlichen Körpers, weil es das Universum und den Menschen als den Ausdruck Gottes offenbart. Wir, der Mensch weiß, dass das göttliche Gemüt und der göttliche Körper das individuelle Sein darstellen. Jeder von uns ist Gemüt und Körper. Wir wissen, dass dies wahr ist, weil Gott sich manifestiert. Beim Studium unseres Lehrbuchs und der anderen Schriften Mrs. Eddy’s finden wir, dass Körper, Bewusstsein, Mensch, Universum alles gleichbedeutende Ausdrücke sind. Wenn wir die Idee Körper entwickeln und demonstrieren, ist es nötig, dies zu wissen, denn es macht klar, dass der Körper die Idee Gottes ist, und eins mit Ihm ist, denn Bewusstsein – Mensch und Universum – sind eins mit Gott, Seine Idee, der Ausdruck Seiner selbst.

Es scheint beim Demonstrieren eines göttlichen Körpers zu geschehen, wovon Mrs. Eddy in dem Kapitel über die Apokalypse wie folgt schreibt: (W+G, S.559) “Wenn ihr diesem göttlichen Prinzip näher und näher kommt, wenn ihr den göttlichen Leib dieses Prinzips esst – und auf diese Weise an der Natur oder den Urelementen der Wahrheit und Liebe teilnehmt -, dann seid nicht überrascht noch unzufrieden, weil ihr den Schierlingsbecher teilen und die bitteren Kräuter essen müsst; denn so haben die Israeliten vor alters beim Passahmahl diesen gefahrvollen Auszug aus der Knechtschaft in das Eldorado des Glaubens und der Hoffnung vorbildhaft dargestellt.

Der Schüler fällt oft von einem Extrem in das andere. Zunächst mag er glauben, dass er einen materiellen Körper hat, den er verneinen und doch zur selben Zeit die Tatsache des göttlichen Körpers als etwas Unsichtbares, Geistiges, Abstraktes akzeptieren muss. Wenn diese beiden Extreme nicht die Demonstration eines gesunden, ganzen Körpers erreichen, findet er, dass er weiter nach dem Verständnis davon suchen muss, und dann findet er, dass der Körper Bewusstsein ist und nicht harmonischer als sein Bewusstsein. Außerdem ist es notwendig, zu erkennen, dass der Mensch keinen Körper bekommen hat. Er ist der Körper Gottes. Die Schwierigkeit der Demonstration des göttlichen Körpers scheint zu sein, was man mit dem machen soll, was die endlichen Sinne des Körpers zu sein scheinen. Und doch gibt es das Dokument, das Jesus uns hinterliess.

Nach der Kreuzigung aß, sah, sprach und ging er mit seinen Jüngern – derselbe Körper, der auf Golgatha gekreuzigt zu sein schien. Wenn das derselbe Körper gewesen wäre, hätte die Kreuzigung ihn zerstört; aber da war er und funktionierte wie vorher. Was müssen wir daraus erkennen? Es zeigt schlüssig, dass der Körper vollkommen geistig ist, und je mehr göttlich geistig wir uns selbst verstehen, desto harmonischer und unzerstörbarer ist der Körper. Es beweist, dass wir zu keiner Zeit irgendetwas verlieren, sondern den wahren Sinn dessen gewinnen, was wir schon sind, und zwar dadurch, dass wir die Göttlichkeit unseres eigenen Seins besser erkennen.

Was wir unseren Körper nennen, ist nicht begrenzt auf das, was uns zu identifizieren scheint, sondern umfasst tatsächlich alles, dessen wir uns bewusst sind. Dies ist der unbegrenzte Körper Gottes. Der Körper ist die Welt, und alles was die Welt ausmacht. Daher die Notwendigkeit, die Dinge so zu sehen, wie sie sind – als Ideen Gottes. Die Gattung Mensch ist nicht etwas außerhalb unserer selbst, sondern die Fähigkeit jedes einzelnen, die Universalität des Seins zu verstehen. Wenn wir von der Gattung Mensch sprechen, meinen wir nicht viele Menschen, denn das Einssein des Seins gilt für die Gattung Mensch ebenso wie für den einzelnen Menschen. Je mehr wir die Gattung Mensch verstehen, d.h. je mehr wir die Universalität des Seins verstehen, desto mehr erscheint die Gattung Mensch. Da Gott eins ist, ist Seine Idee eins, d.h. es gibt den göttlichen Menschen, einen Körper, eine Blume etc. Ich glaube, hier ist das Wort “Universalität” sehr hilfreich. Es bedeutet aus etwas eins zu machen. Das bedeutet, alle Dinge als Ausdruck von einem zu sehen. Das hält Ihr Verständnis davon ab, die Gattung Mensch scheinbar als Mehrzahl zu sehen.

Wenn wir vom Gemüt ausgehen, sehen wir nicht viele Menschen, wir sehen die eine Idee, den Menschen, unbegrenzt ausgedrückt, individuell ausgedrückt. Mrs Eddy sagt: “Die Allheit

der Gottheit ist ihre Einheit. Als Gattungsbegriff ist der Mensch einer, und im besonderen bedeutet Mensch alle Menschen.” (W+G,S.267)

Hier ist eine Feststellung aus unserem Lehrbuch (S.502), in welcher Mrs. Eddy 1. Mose 1 interpretiert: “Das Wort ‘Anfang’ wird gebraucht, um das ‘Einzige’ zu bezeichnen – d.h.- die ewige Wahrheit und Einheit von Gott und dem Menschen, einschließlich des Universums.” Webster gibt die Definition des Wortes “einzige” als “eines” und führt das Wort zur Bedeutung “Körper zurück; so wie Mrs. Eddy sagt: “…die…Einheit von Gott und dem Menschen.” Gott ausgedrückt, ist der Mensch, und der Mensch ist daher der Körper Gottes. Der Mensch hat keinen Körper bekommen, er ist der Körper. Unser Verständnis von dem Einssein des Seins wird uns niemals erlauben, von uns selbst nur als einem Körper, der von einem entfernten Gott belebt wird, zu denken, sondern dieses Einssein des Seins lehrt uns, dass wir der Ausdruck von Prinzip und Idee oder Gott und Mensch sind.

Das Verständnis, dass Gott unser Gemüt ist, lässt den göttlichen Körper erstehen, weil wir Gott oder Gemüt brauchen, um den Körper zu erkennen. Der Mensch kann ihn nicht offenbaren. Intelligenz ist nicht eine Eigenschaft des Menschen, sie ist eine Eigenschaft des göttlichen Gemüts. Wie Mrs. Eddy sagt: (W+G,S.469) “Sie ist die uranfängliche und ewige Eigenschaft des unendlichen Gemüts, des dreieinigen Prinzips – Leben, Wahrheit und Liebe, – Gott genannt.” In der Demonstration des göttlichen Körpers liegt die Befreiung von allem Übel, weil man das göttliche Gemüt braucht, um das zu erreichen, und auf diese Weise haben wir die vollkommene Ursache und die vollkommene Wirkung.

Ein Student besuchte einen großen Philosophen der alten Zeit, um ihn zu fragen, was er wäre. Dieser nahm den jungen Mann an das Fenster, bat ihn hinauszusehen und sagte: “Das sind Sie.” So beginnen wir, den begrenzten Sinn des Körpers gegen den unbegrenzten der Unendlichkeit auszutauschen, und finden, wie Mrs. Eddy sagt: (W+G,S.476) “Sterblichkeit wird schließlich in Unsterblichkeit verschlungen werden.” Dieses Verständnis des Körpers vervollkommnet die Funktionen des Körpers sowohl in Substanz als auch Fähigkeit.

Mrs. Eddy sagt W+G,S.258) : “Gott bringt im Menschen die unendliche Idee zum Ausdruck, die sich immerdar entwickelt, sich erweitert und von einer grenzenlosen Basis aus höher und höher steigt. “Aber Gott bewirkt das Sichausdrücken, nicht der Mensch, weil nur auf diese Weise der richtige Körper – die Idee des Körpers gewonnen wird. Es muss dieser Weg sein, denn dies ist der Weg der Unsterblichkeit. Die Worte “Ausdruck”, “Manifestation” und “Widerspiegelung” sind Worte, die Körper bedeuten, und sind gleichbedeutend, weil sie die Ideen Gottes zum Vorschein bringen.

“Widerspiegelung” ist ein Wort, das oft missverstanden wird. Mrs. Eddy sagt (W+G,S.301): “Wenige Menschen begreifen, was die Christliche Wissenschaft mit dem Wort ‘Widerspiegelung’ meint.” Eine gute Wiedergabe dieses Wortes ist zu sagen: Die Widerspiegelung Gottes ist das Bewusstsein, dass Gott alles ist. Es ist das Bewusstsein, dass Gott mein Gemüt ist – das Bewusstsein, dass ich und mein Vater eins sind, nimmt das Gefühl der Zweiheit weg, das oft die Bemühungen begleitet, Widerspiegelung zu verstehen – der Grund, dass wir nicht begreifen, was das Wort bedeutet. Wir können nicht von einem dualen Standpunkt aus, einen richtigen Sinn des Wortes “Widerspiegelung” gewinnen. Es erfordert eindeutig ein Verständnis des Einsseins des Seins, um zu begreifen, was mit “Widerspiegelung” gemeint ist.

Weil Gott das Gemüt des Menschen ist, ist die Widerspiegelung das, was dieses Gemüt über seine Idee weiss, über den Menschen und das Universum. Das in die Praxis umsetzen, bedeutet, es zu sein, individuell. Wir gehen vom Gemüt aus, und erkennen und sehen, dass Gemüt – Gott – die Widerspiegelung bewirkt, nicht der Mensch. Widerspiegeln auf diese Art bedeutet, die Aktivität des Gemüts, das Ich, das sich auf dem Menschen abbildet. Der Gedanke drückt eine Idee aus oder verweilt bei ihr. Aus diesem Grunde ist Gott die Aktivität des Gedankens, selbst wenn wir ihn als Menschen sehen.

Was ist mit den Funktionen unseres Körpers, die Augen, Ohren etc. genannt werden? Im Glossarium des Lehrbuchs lernen wir, daß Ohren geistiges Verständnis sind, Augen geistiges Erkennen. (W+G,S.585, 586) Im Psalm 94 lesen wir: “Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?” Aus diesen Feststellungen wissen wir, dass Gott hört und sieht, nicht der Mensch, getrennt von Gott. Gott sieht Seinen Menschen, und Gott hört Seinen Menschen., und das gibt den wahren Begriff der Funktion. Wenn das bezüglich Ohren und Augen wahr ist, was sagen wir hinsichtlich Kreislauf etc.? Sind diese etwa materiell?

Denken Sie daran: Jesus ging und sprach mit seinen Jüngern nach der Kreuzigung. Die Funktionen seines Körpers arbeiteten wie vorher. Konnten sie materiell sein? Und wenn sie es waren, wären sie nicht während Jesu Erlebnis auf Golgatha zerstört worden? Kann es zwei Paar Augen, zwei Paar Ohren, zwei Verdauungstrakte geben, eines geistig und das andere materiell? Gibt es so etwas? Nein, das kann nicht sein, denn alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Manifestation. Daher sind die einzigen Funktionen die es gibt, die Manifestationen des Gemüts. Wenn also zum Beispiel etwas mit unserem Augenlicht nicht in Ordnung zu sein scheint, müssen wir nicht irgend etwas los werden, sondern ein geistiges Verständnis vom Augenlicht gewinnen, oder einen materiellen Begriff verlieren von dem, was ursprünglich und ewig eine Funktion des Gemütes ist.

Wir sagen, dass der wahre Körper nur in dem Verhältnis erscheint, wie wir Gemüt oder Gott als seine Quelle verstehen. Wenn wir so argumentieren, gewinnen wir ein korrektes Verständnis von dem, was Widerspiegelung ist – das Bewusstsein, das Gott die Widerspiegelung zustande bringt. Eine Stelle in (W+G,S.223), bestätigt das: “Früher oder später werden wir verstehen lernen, dass die Fesseln der endlichen Fähigkeit des Menschen von der Illusion geschmiedet werden, dass der Mensch im Leibe lebt anstatt in der Seele, in der Materie anstatt im Geist.” Welch ein großes und inspirierendes Werk liegt vor uns. Einerlei, um was es sich handelt oder wo wir sind, es gibt immer die Gelegenheit und die Notwendigkeit, “die göttlich schöne Form” wie es in einem unserer Lieder heißt, zu offenbaren.

Wie ist es mit Ihrem Universum? Was macht Ihr Heim, Ihre Kirche, Ihr Geschäft aus? Befinden sich diese Dinge außerhalb Ihres Bewusstseins? Außerhalb Ihrer individuellen Umwelt des Guten? Auch diese müssen als Körper verstanden und demonstriert werden, da sie zum Körper resp. Bewusstsein gehören. Wir dürfen uns nicht mit irgendeiner Art von Kirche, irgendeiner Art von Heim oder irgendeiner Art von Geschäft abfinden und denken, dass sie etwas außerhalb unserer selbst sind, über das wir keine Kontrolle haben, denn das ist nicht wissenschaftlich. Wir brauchen nur in dem Bericht, den uns Jesus hinterließ, zu blättern, um zu sehen, das sein Universum Gott ausdrückte, während er scheinbar in einer harten und unruhigen Zeit lebte. Da sein Gemüt Gott war, wusste er, dass, wohin er auch immer ging, die Formen der Vollkommenheit erscheinen würden. Er kannte die Wissenschaft des Lebens, dass er und der Vater eins waren. Die Aufzeichnungen, die Mrs. Eddy uns hinterließ, sagen das gleiche aus, aber ihr Bericht geht noch weiter.

Beide – Jesus und Mrs. Eddy – bringen für uns die Verkörperung ihres eigenen Verständnisses von ihrem Einssein mit Gott zum Ausdruck: Jesus im Heilen von Sünde, Krankheit und Tod. Mrs. Eddy, die ebenfalls den Körper heilte, gab uns die Form der christlichen Bewegung. Was bringen wir individuell von dieser göttlich schönen Form zum Ausdruck? Wie steht es mit unserem Körper, unserem Universum, unserer Kirche, unserem Heim und unserem Geschäft? Jeder ist selbst verantwortlich für das Erscheinen seiner eigenen Existenz, das Einssein von Prinzip und Idee. Dies ist, wie uns gelehrt wurde, die zugrunde liegende Realität unserer eigenen Existenz und jedes Menschen Existenz.

Prinzip und Idee sind eines, und Seine Widerspiegelung ist der Mensch und das Universum; der Mensch und das Universum sind dann die Verkörperung von Prinzip und Idee. Dies ist vergleichbar mit dem Satz, das Gemüt und Denken das ganze Sein ausmachen, ausgedrückt als Mensch und Universum. All dies hängt mit dem Körper zusammen. Tatsächlich ist der Körper die sichtbare Verkörperung von Gottes Idee, die nur auf der Kenntnis beruht, das Gott Ihr Gemüt ist.

Die Wissenschaft lehrt uns, dass es nur ein Gemüt, einen Geist, eine Seele, ein Prinzip, ein Leben, eine Wahrheit, eine Liebe, einen Gott gibt, und daher ist dieses höchste Sein, das durch diese sieben Synonyme dargestellt wird, das Sein des Menschen. Da Gott das Gemüt des Menschen ist, können wir sehen, dass dieses Gemüt sein eigenes Gleichnis oder seinen eigenen Körper – seinen eigenen Ausdruck – formt. “Gib deine materielle Annahme von Gemüt in Materie auf, und habe nur ein Gemüt, ja Gott; denn dieses Gemüt bildet sein eigenes Gleichnis.” (W+G,S.216) Ich vermute, dass die meisten von uns diesen Satz gelesen und akzeptiert haben, als ob das außerhalb unserer selbst vor sich geht. Aber die Zeit kommt, wo jedes Individuum dieses als sein eigenes göttliches Sein erleben muss. Das Weib aus der Apokalypse, bekleidet mit dem Geist, wird dargestellt, als gebäre sie ein Kind, was darauf hindeutet, dass dieses Einssein Gottes, wenn es verstanden ist, seine eigene Verkörperung hervorbringt. Diese Symbolik muss verstanden werden, sonst bleibt sie nur eine Geschichte aus der Bibel.

So wie Jesus immer wieder sein Einssein mit dem Vater wiederholte, der ihm auf diese Art die Macht gab, herauszugehen und sein großes Heilungswerk zu vollbringen, so hat uns die richtige Interpretation des Weibes, die mit dem Geist bekleidet ist, die gleiche Macht gegeben. Einfacher gesagt: wir sollen erkennen, dass, sobald wir Gott als unser Gemüt akzeptieren, damit die Macht des Gemütes kommt, um Seine eigenen Ideen in Übereinstimmung mit seinem eigenen Verständnis der Güte und Unsterblichkeit zu produzieren. Mehr und mehr muss die göttlich schöne Form erscheinen.

Alle Bücher Mrs. Eddy’s haben auf dem Umschlag Kreuz, Krone und Kreis. Wir wissen, dass sie alle diese Dinge nach tiefer Überlegung festlegte. Dieser Kreis stellt die viereckige Stadt dar, die gesegnete Stadt, die in der Offenbarung als eine beschrieben wird, die dort liegt viereckig. In dieser Hinsicht ist das Viereck so vollkommen wie der Kreis, das vollkommene Individum.

Unser Lehrbuch macht diesen Punkt klar, indem es uns zeigt, dass die viereckige Stadt ein Symbol des göttlichen Bewusstseins ist und durch dieses Siegel auf unseren Büchern ausgedrückt wird. Diese Demonstration des göttlichen Bewusstseins treibt böse Geister aus und bringt den göttlichen Körper oder die Verkörperung Gottes ans Licht, als der neue Himmel und die neue Erde von denen Johannes spricht. Wenn man mit diesem Verständnis in der individuellen Praxis arbeitet – soweit der einzelne versteht, dass sein Bewusstsein Gott ist – dann treibt er böse Geister aus, dargestellt durch das Kreuz. Durch dieses Verständnis erscheint die göttliche Verkörperung von Gottes Idee in einer neuen und strahlenden Form, göttlich, geistig; und dies ist die Krone.

Jede Minute eines Tages ist es möglich, die Verkörperung Gottes erscheinen zu sehen. Auf Seite 51 unseres Lehrbuchs sagt Mrs. Eddy: “Jesus hätte sich seinen Feinden entziehen können. Es stand in seiner Macht einen menschlichen Sinn von Leben… niederzulegen”, d.h. er erlaubte den Menschen, die Zerstörung des sterblichen Körpers zu versuchen, was gleichbedeutend damit ist zu sagen, er könne nicht zerstört werden. Er bewies, dass sie den Körper nicht zerstören konnten. Er zeigte ihn ihnen nach der Kreuzigung auf Golgatha funktionierend wie zuvor. Der einzige Körper, den es gibt, drückt die einzige Seele aus, die es gibt; daher muss er so unzerstörbar sein wie Gott, so vollkommen und absolut gut. Mrs.Eddy sagt (W+G,S.400): “Rotte das Krankheitsbild aus dem verstörten Denken aus, ehe es in dem bewussten Gedanken, auch Körper genannt, greifbare Form angenommen hat, und du verhütest die Entwicklung von Krankheit.”

Da der Körper der bewusste Gedanke ist, ist der Körper dasjenige, dessen wir uns bewusst sind. Um einen gesunden, harmonischen Körper zu haben, müssen wir unseren unbegrenzten Körper in einer wissenschaftlichen Weise verstehen. Es ist ungesund, sich des Krieges als tatsächlich bewusst zu sein. Es ist ungesund zu glauben, dass wir Feinde haben. Ungerechtigkeit ist ungesund und kann nicht toleriert werden, weil solche Dinge einen ungesunden Körper bedeuten. Wir haben es nicht mit Personen, Orten oder Dingen zu tun, und es ist notwendig, den Glauben daran loszuwerden.

Versöhnung: Obwohl die Versöhnung mit des Menschen Verwandtschaft mit Gott zu tun hat, können wir durch die Trennung des englischen Wortes für “Versöhnung” – “atonement” – in “at-one-ment” sehen, dass Mrs. Eddy uns zu verstehen geben wollte, dass dieser Verwandtschaft zwischen Gott und Mensch nur eine Einsheit, nicht Zweiheit, zugrunde liegt. Das ist die grundlegende Lehre der “Christlichen Wissenschaft” und sie wird durch folgende Tatsache offengelegt. Das erste Kapitel von “Wissenschaft und Gesundheit” ist “Gebet”. Gebet ist das Thema, das alle Menschen anspricht. Mrs. Eddy zeigte sich weise, als sie ihre Wissenschaft auf diesem unerschöpflichen Weg einführte. Das zweite Kapitel heißt “Versöhnung und Abendmahl”, und in den ersten sechs Zeilen gibt sie uns eine Darlegung der Wissenschaft (W+G,S.18): “Die Versöhnung ist die Veranschaulichung der Einheit des Menschen mit Gott, durch die der Mensch göttliche Wahrheit, göttliches Leben und göttliche Liebe widerspiegelt. Jesus von Nazareth lehrte und bewies das Einssein des Menschen mit dem Vater, und dafür schulden wir ihm endlose Ehrfurcht. Seine Mission galt ihm selbst wie der Gesamtheit.”

Die Versöhnung ist eine exakte Wissenschaft. Um verstanden zu werden, muss sie daher demonstriert werden, und zwar individuell. Es wird jedem Schüler mehr und mehr klar, dass er zunehmend ein besseres Verständnis von dem, was Versöhnung ist, gewinnen und es individuell beweisen muss. Die Versöhnung lehrt uns die Wissenschaft unseres Einsseins mit Gott, und weil sie eine Wissenschaft ist, müssen wir sie in unserem täglichen Leben demonstrieren durch Überwinden von Sünde, Krankheit und Tod, wie auch aller anderen Annahmen, die eine Existenz neben Gott beanspruchen. Jesus sagte nicht: “Ich und mein Vater sind zwei”, sondern “eins”. Wenn er von diesem Einssein mit Gott sprach, konnte er nicht Zweisein gemeint haben, andernfalls hätte er gesagt: “Ich und mein Vater sind zwei.” Er beeindruckte das Denken mit der Tatsache, dass es nur ein Sein gibt, nicht zwei. Gott ist Gott-Sein und Mensch-Sein.

Gott in Manifestation ist das, was der Mensch als sein Einssein mit Gott bezeichnet. Das wird bestätigt in (W+G,S.114) :”In der Wissenschaft ist Gemüt eines und schließt Noumenon und Phänomene, Gott und Seine Gedanken in sich.” Gott ist innerhalb und ausserhalb aller Dinge. Mrs. Eddy pflegte den folgenden Spruch am Anfang des Lehrbuchs zu stellen: “Ich, ich, ich, ich selbst, ich, das Innere und Äussere, das Was und das Warum, das Wenn und das Warum, das Wenn und das Wo, das Niedere und das Hohe, alles ich, ich, ich, ich selbst, ich.”

Das Ich-selbst drückt die Idee des Einsseins aus. Wir wissen, dass das Ich oder Ego Gott ist, wie Mrs. Eddy in (W+G,S.500) schreibt: “Ich oder Ego. Das göttliche Prinzip; Geist; Seele, unkörperliches, unfehlbares, unsterbliches und ewiges Gemüt. Es gibt nur ein Ich oder Uns, nur ein göttliches Prinzip oder Gemüt, das alles regiert; Mann und Frau, die in ihren individuellen Charakteren immerdar unverändert sind, ebenso wie die Zahlen, die sich niemals miteinander vermischen, obwohl sie von einem Prinzip regiert werden.”

Das ist das Ich oder Ego, das wir sind. Diese Definition fordert dann, dass wir die individuelle Mentalität als Gott, als Mensch sehen. Wir sind nicht menschliche Wesen, die sich bemühen, Gott zu demonstrieren. Das ist tatsächlich eine Unmöglichkeit. Gott allein kann sich selbst kennen, sich selbst verstehen und sich selbst lehren. Warum? Weil Gott alles ist. Wir bemühen uns diese Wissenschaft zu verstehen, nicht um uns wichtig zu machen, sondern weil die Probleme der Welt es erfordern. Die Allheit Gottes ist nötig, um die Weltprobleme in den Griff zu bekommen. Menschliche Wesen können sie nicht bewältigen, weil es keine menschlichen Wesen gibt. Wir sind nicht menschlich, sondern göttlich. “Wie du Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein…” (Joh.17:21) Dies ist die Autorität, die zu der stolzen Woge sagt: “Bis hierher… und nicht weiter.” (W+G,S.124)

Es gibt nicht, wie uns die alten Theologien lehren, einen guten Gott, weit fort, und einen guten oder sündigen Menschen, der versucht, Ihn zu finden. Am Anfang benutzen wir die “Christliche Wissenschaft” als ein Werkzeug, aber wärend wir Fortschritte machen, erkennen wir, dass mehr und mehr von uns gefordert wird. Heute sind wir eine göttliche Wissenschaft, eine erkennende Wissenschaft und wir beginnen, die Existenz zu verstehen. Der einzige Grund, warum die Existenz chaotisch zu sein scheint, ist, weil wir sie nicht recht verstehen.

Dem Evangelium des Johannes wird eingeräumt, das Buch großer geistiger Bedeutung zu sein, besonders das 13. bis 17. Kapitel, die dem Thema gewidmet sind: dem letzten Abendmahl. Diese Kapitel sind von großer Bedeutung für den Schüler der “Christlichen Wissenschaft”.

Johannes berichtet, dass Jesus seinen Jüngern die Wissenschaft von Gott und Mensch durch Beispiel und Erklärung nahe brachte. Diese Wissenschaft beeindruckt Sie mit dem Gewicht einer außergewöhnlichen Idee – dem Einssein von Gott und Mensch.

“In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.” (Joh.14:2) “Ich bin der wahre Weinstock, und der Vater der Weingärtner.” (Joh.15:1) etc. Das 17. Kapitel scheint der Höhepunkt seiner Lehren über das Einssein des Seins zu sein. (Wein und Weingärtner – Verwirklichung; Vaters Haus und Wohnungen – Einssein.

Er dachte von sich selbst immer als eins mit dem Vater, und so sprach er. Die Grundlage des Seins ist nicht nur Prinzip, sondern Prinzip und Idee. Der Ruf Jesu am Kreuz war nicht allein an Gott gerichtet, sondern auch an sich selbst. Bei der Zeremonie der Fußwaschung der Schüler sagte er. “Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.” (Joh.13:8) Er wusch

den Glauben ab, dass sie menschliche Wesen wären. Wir müssen das mit unseren Freunden auch tun. Als Antwort auf des Philippus Bitte: “Zeige uns den Vater.”, sagte er: “Wer mich sieht, der sieht den Vater!” (Joh.14:8,9) Der Vater, ausgedrückt in ihm, das meinte er. Das Einssein läßt nichts außerhalb seiner selbst.

Die Parabel vom Weinstock und den Reben: Das Leben der Idee ist Prinzip.

Allein als geistiger Mensch können wir Gott nicht finden, denn in dem Bewusstsein, dass wir nur ein Mensch sind, würden wir Gott außerhalb unseres selbst suchen. “…damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir,…” (Joh.17:21) Wenn wir in diesem Vers das Wort “in” auslassen, (siehe Glossarium W+G,S.588), wird er zu “…damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, ich bist, und ich du.”

Es gibt nur ein Reich, nicht drei, und dieses eine ist das Reich Gottes in Ihnen. Und Sie blicken von Gott aus, der kein Reich sehen kann, das Ihm nicht gleicht.

Subjektiv – objektiv: Jesus gab uns die christliche Zeitrechnung. Mrs. Eddy gab uns die Wissenschaft des Christentums oder die wissenschaftliche Zeitrechnung. Jesus ging auf dem Wasser; Petrus versank. Wasser war für Jesus subjektiv, für Petrus aber objektiv. Lazarus’ Sterben war objektiv für seine Schwestern, aber subjektiv für Jesus, der nur Leben sah. Lazarus schien für das Bewusstsein seines Haushaltes gestorben zu sein. Für das Bewusstsein Jesu lebte er und starb niemals. Das, was dem sterblichen Gemüt objektiv ist, ist dem sterblichen Gemüt tatsächlich auch subjektiv, denn es muss zuerst im sterblichen Gedanken erscheinen, bevor es sich außerhalb dieses Gedankens manifestieren kann.


  1. S&H bedeutet „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“↩︎