Immer nach dem Guten Ausschau |

Immer nach dem Guten Ausschau

Aus der Ausgabe vom 11. Dezember 1909 des Sentinel der Christlichen Wissenschaft von Stokes Anthony Bennett

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In einem sehr kurzen, aber sehr bedeutenden Brief schreibt der heilige Paulus an Titus: „Den Reinen ist alles rein, den Unreinen und Ungläubigen aber ist nichts rein; … Sie bekennen, dass sie Gott kennen, aber in ihren Werken leugnen sie ihn.“ Im bedeutendsten Brief der Neuzeit schreibt Mrs. Eddy an die Welt: „Unser Verhältnis zu den Ansprüchen des Guten oder des Bösen bestimmt die Harmonie unserer Existenz – unsere Gesundheit, unsere Langlebigkeit und unser Christustum“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 167). Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass Gott gut ist, dass Gott Alles ist; das Gute muss daher die einzige Kraft, die einzige Gegenwart im Universum sein; das Gute muss die einzige Manifestation jener Wahrheit sein, die Jesus von Nazareth vor neunzehnhundert Jahren der leidenden Menschheit brachte, als er unter den Menschen auf Erden wandelte und sprach; jene Wahrheit, die die Träume des Irrtums vollständig vertreibt und die „nicht vergehen wird“.

Wer nach dem Guten sucht, sieht niemals das Böse. Wer nach dem Guten sucht, ist ein würdiges Beispiel für unaufhörliche Tätigkeit, ein unermüdlicher Arbeiter auf den Feldern, die „bereits zur Ernte reif sind“. Für ihn ist das Gute die Manifestation des einen Gemütes, der vollkommenen Liebe und des wahren Lebens. Für ihn ist das Gute die Quelle geistiger Freude, heiliger Freiheit und grenzenloser Herrschaft. Seine Mühen dienen stets dieser Erkenntnis und inspirieren das geschriebene Wort: „Glücklich ist der Mensch, der Weisheit findet, und der Mensch, der Verständnis erlangt. … Ihre Wege sind Wege der Freundlichkeit, und alle ihre Pfade sind Frieden.“ Seine Gedanken sind direkt Gott selbst zugeordnet, „da sie der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seiner Person sind.“ Wie wahr ist es also, dass „den Reinen alles rein ist“!

Die Christliche Wissenschaft erklärt, dass der Glaube an die Realität des Bösen unrechtmäßig ist, dass es ein gewaltiger Irrtum ist und dass es, auf die Waagschale des Guten gelegt, so kläglich zu kurz kommt, dass es sich augenblicklich in Nichts auflöst. Die Christliche Wissenschaft, die auf nichts als dem Guten beruht, beweist durch ihre Werke, dass das Böse wie die Dunkelheit der Mitternacht oder der Morgennebel ist, der sich verflüchtigt, sobald das Sonnenlicht der Wahrheit das menschliche Bewusstsein durchdringt. Da sie so klar und so schön die Ansprüche von Gut und Böse handhabt, bekräftigt sie ständig und eindringlich die Worte von Christus Jesus und die des Apostels: „Niemand kann zwei Herren dienen: … Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Nach dem Guten und nur nach dem Guten zu suchen, ist die feierliche Verpflichtung, die auf den Christlichen Wissenschaftern ruht, die gewissenhaft im Dienst des Meisters stehen. Möge diese Verpflichtung niemals vergessen, niemals verletzt werden, sondern möge ihr heiliger Zweck an erster Stelle stehen in jedem Ehrgeiz, jeder Entschlossenheit und jedem Streben, das die Schwelle zu unserer Mentalität überschreitet! Indem wir unserem höchsten Verständnis des Guten gerecht werden, das wir durch ein beständiges und aufrichtiges Studium der Bibel und unseres Lehrbuchs „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ erlangt haben, beginnen wir, Menschen und Dinge so zu verstehen, wie sie sind – als gehorsame Kinder Gottes, als ewiges Werk des großen „Ich bin“. „Hier ein wenig und dort ein wenig“ wird die Allmacht des Guten erscheinen, die Illusion des Bösen wird verschwinden, und das Reich der Harmonie wird nahe sein.

 

„Hier ein wenig und dort ein wenig“ werden Gottes eigene Ideen, die „alle Herrlichkeiten der Erde, des Himmels und des Menschen“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 264) offenbaren, die Wolken der beunruhigten Sinne auflösen, die Wahrheit wird „bis zum vollkommenen Tag“ leuchten,

Und kommen wie der Segen,

Der auf das Gebet folgt.