Wache 143 |

Wache 143

Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.

 


143 – WACHE, dass du nicht glaubst, dass die geistige Idee – die das wahre Wesen des Menschen ausmacht – aufgrund irgendeines menschlichen Zustands, Ereignisses oder Anscheins verloren gehen, verunreinigt oder unwirksam werden könnte. Wenn du einen Diamanten in einer Schlammpfütze verlieren würdest, hättest du das Vertrauen, dass er durch diese Erfahrung weder verschmutzt noch beschädigt würde, und ein heftiger Regenschauer würde den Schlamm wegspülen und den Edelstein in seiner ganzen Reinheit zum Vorschein bringen. Einmal sagte ein Vortragsredner der Christlichen Wissenschaft: „Glaube niemals, dass selbst deine eigene Torheit das Schicksal, das Gott für dich bereithält, auf unbestimmte Zeit hinauszögern kann.“ 

In Matthäus 4,7 sagt Jesus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Wenn „der Herr“ Gott ist, der sich in eine Idee oder den Menschen verwandelt hat, dann ist es unsere Aufgabe zu erkennen, dass diese Christus-Natur in uns selbst oder in anderen nicht verloren gehen kann, dass sie durch keine irdischen Suggestionen oder Umstände befleckt oder gar in Versuchung geführt werden kann. 

Wenn du in Versuchung gerätst, dich krank zu fühlen oder zu sündigen, kannst du erkennen, dass die wahre Natur des Menschen solchen Phasen des Traums von der Sterblichkeit überlegen ist. Du kannst wissen, dass du weiterhin ein Kanal des Guten für die gesamte Menschheit bist, trotz all dessen, was sterbliche Suggestionen oder falsche Zeugnisse gemeinsam anrichten wollen, um zu versuchen, deine Gedanken von ihrem hohen Gipfel herunterzuziehen. 

Mrs. Eddy sagte einmal: „Der Irrtum sagt, wir seien krank oder entmutigt; wir sagen das nicht. Es ist der Irrtum, der über sich selbst spricht. Wenn wir das zugeben, haben wir eine Lüge akzeptiert. Die Wahrheit sagt: ‚Ich habe vollkommene Augen, ein vollkommenes Herz, vollkommene Gliedmaßen usw.; alles an mir ist wie Gott, wie Vollkommenheit.‘ Wir sollten das Urteil des sterblichen Gemütes beiseite schieben und um das Christus-Gemüt beten.“ 

Einmal litt eine Frau an einer inneren Verschiebung. Sie war Christliche Wissenschafterin, aber sie war stark versucht, sich einer Operation zu unterziehen, weil dies der einzige Weg zu sein schien, Linderung zu erlangen. Sie machte sich auf den Weg zur Praxis ihrer Praktikerin, um ihr mitzuteilen, was sie vorhatte, doch unterwegs wurde sie so dankbar für die Christliche Wissenschaft, dass sie beschloss, ihren Lehren nach besten Kräften gerecht zu werden – selbst wenn sie von ihrer körperlichen Störung niemals geheilt werden sollte (C.S. Sentinel, 15. August 1931). 

Diese Frau erlebte ihre Heilung genau in diesem Moment. Ihre Erklärung war in Wirklichkeit die Entschlossenheit, ihre Erkenntnis – dass sie eine geistige Idee ist und Gott widerspiegelt – zu verteidigen, damit sie nicht durch falsche Aussagen oder irgendwelche menschliche Einflüsse herabgewürdigt oder beeinträchtigt wird.“ 

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht in Versuchung führen.“ Glaube nicht, dass das geistige Selbst des Menschen, das Ausdruck von Gottes Wesen ist, anfällig für Versuchungen ist. 

Mrs. Eddy erklärte einmal: „Ich muss wissen, dass die Definition des Menschen in ‚Wissenschaft und Gesundheit‘ auf mich zutrifft. Ich bin dieser geistige Mensch; ich bin Gottes Ebenbild und Gleichnis und widerspiegele ein vollständiges, vollkommenes Bild des Lebens, des Geistes, des Handelns usw. wider, das keinen materiellen Gesetzen oder Einschränkungen unterliegt.“ Man könnte genauso wenig glauben, dass dieses vollkommene Selbst durch das Böse in Versuchung geführt werden könnte, wie dass eine Kugel, die auf einen Schauspieler in einem Film gerichtet ist, ihm Schaden zufügen könnte.