Wache 171
Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
171 – WACHE, damit du, wenn du denkst, dass jemand vom tierischen Magnetismus gehandhabt wird, nicht annimmst, dass er vielleicht eine Stunde zuvor nicht gehandhabt wurde, weil er da keine Anzeichen dafür zeigte.
Vom tierischen Magnetismus gehandhabt zu werden bedeutet, dass man sich nicht erfolgreich darum bemüht hat, von Gott beherrscht zu werden. Der Mensch ist scheinbar ein Kanal für Irrtümer, wenn er nicht ein Kanal für Gott ist. Der Mensch wird vom tierischen Magnetismus gehandhabt, wenn er vom menschlichen Denken beherrscht wird, aber er ist sich des Irrtums vielleicht nicht bewusst, bis etwas geschieht, das ihn darauf aufmerksam macht.
Es mag hart erscheinen zu behaupten, dass Sterbliche von tierischem Magnetismus gehandhabt werden, aber die Logik beweist, dass die Hingabe an menschliches Denken, egal wie harmlos es erscheinen mag, einen zum Kanal für Irrtümer macht, ein Zustand, der den göttlichen Geist ausschließt.
Wenn du erklärst, dass jemand vom tierischen Magnetismus manipuliert wird, weil er etwas sagt oder tut, das nicht mit dem übereinstimmt, was du als gut empfindest, während du glaubst, dass er vielleicht vor einer Stunde nicht manipuliert wurde, weil sein Reden und Handeln da scheinbar in Ordnung waren, zeigt das, dass du missverstehst, was Mrs. Eddy mit diesem Begriff ausdrücken wollte.
Irrtum ist negativ – niemals positiv. Der richtige Weg, um die Behauptung des tierischen Magnetismus zu aufzudecken, ist nicht so sehr das, was der sterbliche Mensch tut, sondern das, was er nicht tut. Wenn er nicht danach strebt, das göttliche Gemüt widerzuspiegeln, wird er vom tierischen Magnetismus gehandhabt, auch wenn seine Handlungen und seine Sprache nach außen hin engelsgleich erscheinen.