Wache 299 |

Wache 299

Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.

 


299 – WACHE, dass du “am Ball bleibst”, oder im Gutes-Tun fortfährst. Wenn man dir einen schönen Landsitz schenken würde und dir sagen würde, dass du ihn als ständigen Wohnsitz bekommen würdest, würdest du dich nicht beschweren, wenn du dorthin reist, ganz gleich, durch welches Gebiet du reisen müsstest. Wenn du dich durch einen Sumpf kämpfen müsstest, würdest du sagen: “Das ist anstrengend, aber was macht das schon? Ich werde bald am Ziel sein.” Wenn du durch grüne Weiden und an stillen Gewässern vorbeikommst, würdest du sagen: “Das ist sehr schön, und ich bin dankbar für all diese Schönheit; aber ich habe keine Zeit, zu bummeln und mich daran zu erfreuen. Ich muss meinen Weg fortsetzen.”

Schüler, die feststellen, dass sie gute Tage haben und dann in schlechte Tage zurückfallen, fragen sich vielleicht, warum das so ist. Wenn sie tief nach den Motiven forschen, werden sie vielleicht entdecken, dass gute Tage ihr Ziel sind und nicht vielmehr der Fortschritt auf dem Weg zu ihrer geistigen Wohnstätte in Seele. Wenn jemand das wahre Ziel anstrebt, zu dem das tägliche Bemühen gehört, andere zu segnen und ihnen zu helfen, beklagt er sich nicht viel und achtet nicht groß darauf, was für Tage er hat. Er geht geduldig weiter, denn er weiß, dass er ankommen wird, wenn er beharrlich ist. Es steckt viel Weisheit in dem alten Sprichwort: „Der Hund, der müßig ist, bellt seine Flöhe an, aber der Hund, der jagt, spürt sie nicht.“