Wache 52
Aus 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
52 – WACHE, dass du dich nicht von der Kritik von außen beirren lässt – sei es, dass die Christliche Wissenschaft durch ihre Lehre über den tierischen Magnetismus das Böse in der Welt noch verstärkt habe, oder dass sie es zu leicht nehme, indem sie es als Nichts bezeichnet und es so gedeihen lasse.
Die Christliche Wissenschaft entzieht dem Bösen seine Wirkung und verlagert es in den Bereich der Ursache, wo es erfolgreich gehandhabt werden kann; weg von der Materie oder materiellen Kausalität hin in den mentalen Bereich, wo der göttliche Geist es beseitigen kann. Die Anhänger der Materie beklagen, dass dies das Böse zu sehr herunterspielt und offensichtliches Unrecht ignoriert. Die Verfechter des menschlichen Gemütes wenden sich dagegen und behaupten, dies schaffe einen neuen Teufel und mache Hexerei und Mesmerismus bedrohlich.
Die Haltung der Welt gegenüber dem Bösen lässt sich so beschreiben, dass sie das Rasseln fürchtet und das Gift der Klapperschlange ignoriert. Mrs. Eddy kehrte diesen Irrtum um und bemühte sich, eine Furcht vor falschem Denken aufzubauen, auf der Grundlage, dass es den Menschen von Gott abschneidet und Sünde, Krankheit und Tod hervorbringt. Sie lehrte, dass Sterbliche das Rasseln – also die Auswirkung – nicht fürchten müssen, sondern dafür dankbar sein sollten, da es eine Warnung vor der Anwesenheit des Bösen ist, damit man unverzüglich aus dessen Täuschung erwachen kann. Für Mrs. Eddy war das Gift der Schlange, das sie „mentale Impfung“ nannte, das entscheidende Thema, da es die Beherrschung der Sterblichen durch Mesmerismus beinhaltete. Sie erkannte, dass sie genügend Angst davor haben müssen, um es zu handhaben und so daraus zu erwachen.
Was ein Subjekt unter dem Einfluss von Hypnose tut, ist nicht der grundlegende Irrtum. Sein Hauptirrtum besteht darin, dass er sich dem Hypnotiseur hingibt. In der Christlichen Wissenschaft besteht die grundlegende Sünde im falschen Denken oder im Nachgeben gegenüber der Herrschaft des Glaubens an ein von Gott getrenntes Gemüt. Es benutzt von vornherein das falsche Gemüt als Ausgangspunkt…