Das Brot und der Kelch der Christlichen Wissenschaft
Aus „Divinity Course and General Collectanea“ (dem „Blauen Buch“) von Mary Baker Eddy, Seiten 142–143
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Die Kommunion kann nur durch Wiedergeburt, durch die Taufe im Geist, wie sie durch die Christliche Wissenschaft gelehrt wird, erfolgen. Diese Taufe mit Feuer bringt den wahren Duft der Göttlichkeit zum Vorschein, begründet die Allgegenwart Gottes, die dem Menschen durch die Heilung der Kranken, durch die Erlösung von der Sünde und durch den Triumph über ein Gefühl des toten und begrabenen Verständnisses zuteilwird, und offenbart den Tröster, der in den Frieden führt. Das bedeutet es, das Brot zu essen. Was ist das Brot der Christlichen Wissenschaft? Es ist die Kraft und die Nahrung, die Gott dem schwach werdenden Herzen und den wankenden Schritten in den schrecklichen Stunden menschlicher Hilflosigkeit schenkt; ja! jene Kraft, die Er uns vermittelt, durch die wir eine Erkenntnis von Ihm selbst erlangen – jene Erkenntnis, die niemals vom Verstand, sondern nur vom demütigen Herzen erfasst wird. Was ist der Kelch der Christlichen Wissenschaft? Es ist jener Kelch, der in der Bedrängnis getrunken wird. Es ist die Erheiterung der Freude nach dem Triumph über die Versuchung. Es ist die Frucht jenes Weinstocks, dessen Weingärtner der Vater ist. Es ist die Weinpresse, in der die Samen der Sünde zermalmt werden müssen und die die müden Füße nicht verlassen dürfen, bis jeder Same in sich selbst zermalmt ist – damit Gott aus dieser Essenz ein neues Geschöpf destilliert, das von Ihm selbst als der Liebe, die heilt, Zeugnis ablegt. Wir sind als Mitglieder dieser Kirche aufgerufen, am stillen Abendmahl teilzunehmen, mit Dankbarkeit an diesen Tisch zu treten, den Er bereitet hat. An uns ergeht der Befehl: „Mein Kind, gib mir dein Herz“, während es an uns liegt, zu antworten:
Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz;
Prüfe mich und erkenne meine Gedanken;
Und sieh, ob in mir ein böser Weg ist.
Wir sind dazu berufen, uns täglich, stündlich auf den Altar der Selbstaufopferung und der völligen Abhängigkeit von Gott zu legen, uns in jeder schrecklichen Prüfung zu rühmen und uns über jeden Schluck aus jenem Kelch zu freuen, der uns dazu befähigt, mit Jesus an seinem Martyrium und seinem Sieg teilzuhaben. Diese Kraft wird uns in dem Maße zuteil, wie wir das Bewusstsein des Geistes in uns tragen, der ihn bereichert hat, und wir gelangen zur vollen Entfaltung, wenn wir denselben Geist haben, der in Christus Jesus war.