Wache 121 |

Wache 121

From 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.

 


121 – Wache, dass du nicht von der Angst zu der Angst vor der Angst kommst – zu dem Punkt, an dem du Angst vor der Angst selbst hast. Diese Warnung bezieht sich auf ein merkwürdiges Phänomen, das in der Christlichen Wissenschaft aufgrund eines falschen Verständnisses des richtigen Umgangs mit der Angst aufgetreten ist. Der wissenschaftliche Weg besteht darin, die Tatsache offenzulegen, dass du nichts zu fürchten hast und dass du dich vor nichts fürchten musst, anstatt zu versuchen, die Angst loszuwerden, weil du glaubst, dass die Angst sonst zu einer unangenehmen Erscheinung führen könnte.

Alle Ängste beruhen auf dem Glauben, dass der Mensch eine von Gott unabhängige Existenz hat.

Angst ist nicht das Ergebnis von etwas, sondern etwas ist das Ergebnis von Angst. Wenn jemand die Täuschung, die mit diesem Mesmerismus verbunden ist, nicht versteht, kann er sich vor der Angst fürchten, selbst wenn er versucht hat, die Tatsache zu erkennen, dass das Böse keine Macht hat und nichts ist, wovor man sich fürchten muss.

Wir müssen mit der Angst auf der Grundlage von Gottes allgegenwärtiger Fürsorge umgehen, so wie Elisa es in 2. Könige 6:16 tat, als er erklärte: „… die, die mit uns sind, sind mehr als die, die mit ihnen sind.“ Diese Erkenntnis ebnet den Weg für den nächsten Schritt, nämlich die wissenschaftliche Erkenntnis, dass du nichts gegen dich hast, weil Gott alles ist.

Während du die Schritte gehst, die zur Zerstörung der Angst führen, musst du aufpassen, dass du der Angst nicht die Macht über sich selbst gibst, weil du glaubst, dass sie dich der unendlichen Fürsorge Gottes berauben kann, wenn du sie einmal einlässt. Manchmal ist es hilfreich zu sagen: „Nur zu, sterbliches Gemüt, hab so viel Angst, wie du willst, aber du kannst mir nichts anhaben und mich nicht des Schutzes und der Fürsorge Gottes berauben; und du kannst mir auch nicht weismachen, dass ich so beraubt worden bin. Ich habe keine Angst; ich glaube nicht, dass Gott mich dazu gemacht hat, Angst zu haben. Ich bin ein Mensch, und der Mensch kann sich ebenso wenig fürchten wie Gott.“