Wache 421
From 500 Wachen von Gilbert C. Carpenter, C.S.B. und Gilbert C. Carpenter, Jr., C.S.B.
421 – WACHE, dass du erkennst, dass der Zusammenhang zwischen Lust und Schmerz auch zwischen Geburt und Tod besteht, und zwar in dem Sinne, dass man nicht an das Erstere glauben und gleichzeitig das Zweite erfolgreich überwinden kann.
Der Tod ist die logische Folge des Glaubens, dass man in Materie hineingeboren wird. Die Antwort auf die Frage: „Oh Grab, wo ist dein Sieg?“ liegt in der Akzeptanz des Glaubens an Geburt. Wenn jemand sein Wissen über die Wissenschaft nutzt, um zu versuchen, harmonische Materie aufrechtzuerhalten, wie kann er dann den letzten Feind überwinden, da er sich an den Irrtum klammert, anstatt ihn zu zerstören? Er ist wie ein Mensch, der die wissenschaftliche Erklärung des Seins aufsagt, um Essbeschwerden loszuwerden, damit er dann zu den Tafelfreuden zurückkehren kann.
Der heilige Paulus sah das Positive in Gebrechen, weil sie ihn auf die wahre Natur des Glaubens an Leben und Wirklichkeit in der Materie aufmerksam machten, die man während menschlicher Harmonie nicht erkennt.
In der Wissenschaft lediglich daran zu arbeiten, Unvollkommenheiten am Körper oder in der Materie zu beseitigen, macht deutlich, dass man das Unwirkliche wertschätzt. Solches Bemühen hält an Vergnügen fest, während es Schmerz zu bekämpfen sucht, freut sich über Geburt und versucht Tod zu vernichten. „Wenn ihr fleischlich gesinnt lebt, werdet ihr sterben“, zeigt, dass der Glaube an Leben in der Materie zum Tod führt, da Geborenwerden behauptet, dass Mensch von Gott getrennt ist; genauso wie der Glaube an Lust zu Schmerz führt.